Mittwoch, 26. März 2014

Besuch von Birga




Ihr wisst ja, Jugendliche, die schreiben, haben bei mir immer einen Stein im Brett. Birga Schlüter, ein Mädchen aus unserem Nachbarort, schreibt für ihr Leben gerne. Nun fragte sie mich, ob sie mir die Geschichten zeigen könnte, die sie auf einem Schreibseminar geschrieben hatte, um mal meine Meinung dazu zu hören. Mit so einer Anfrage rennt man bei mir offene Türen ein. Geschichten, Schreibseminare und Gespräche über das Schreiben liebe ich über alles.
Birga und ich hatten sofort einen lebendigen Austausch. Irgendwie hatten wir eine ähnliche Art zu schreiben, diesen Zwang, eine Idee aufschreiben zu müssen, damit sie nicht verloren geht, und sie schließlich ins Handy zu tippen, um erst dann wieder den Kopf frei zu haben.
Birga stellte mir die Geschichte vor, die sie auf dem Schreibseminar begonnen hatte. Sie hatte ein reales Problem lebendig und authentisch erzählt, und hatte sich dem Problem aus verschiedenen Perspektiven genähert. Das war sehr spannend und geschickt dargestellt, und da dieses Problem auch autobiografische Teile hatte, hatte Birga die Chance genutzt, die das Schreiben einem bietet: Man kann in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen und erlebt so die verschiedensten Blickwinkel.
Auch andere kleine Geschichten las Birga vor, darunter die liebevolle und bildreiche Beschreibung eines Gänseblümchens. Mit diesen kleinen Schreibübungen hatten sie ihr Seminar immer mal wieder kurz unterbrochen – eine schöne Idee, wie ich fand.
Danach zeigte ich Birga mein Arbeitszimmer, präsentierte ihr mein Art zu schreiben, wie ich zwischen drei Monitoren sitze, auf dem mittleren die Geschichte, auf dem anderen den Plot und die Personen, auf dem dritten die aktuelle Internetrecherche.   
Der Nachmittag verging wie im Flug. Danach hatte ich ein paar schöne Ideen für ein weiteres Schreibseminar im Hinterkopf und Birga war um ein paar Ideen reicher, wie es mit ihrem Schreiben weiter gehen kann.  

1 Kommentar:

  1. Es ist schön, wenn die jungen Leute auch anfangen zu schreiben und dabei sogar eine kompetente Beratung bekommen. So haben beide etwas davon. Ich habe auch zwei Schüler zum Schreiben animieren können und helfe ihnen, die Texte in Form zu bringen, dafür liefern sie mir dann wieder jede Menge Ideen. Ich mag das auch sehr!
    Herzliche Grüße
    Regina

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