Donnerstag, 27. Dezember 2018

Schwesterntreffen



Bevor mein Vater starb, war die Weihnachtszeit auch verbunden mit der Sorge um ihn. Meine beiden Schwestern und ich hatten uns die Feiertage genau aufgeteilt, damit man ihn zu sich nach Hause holte oder zu ihm fuhr. Immer war wichtig, dass er an diesen Feiertagen nicht allein war.
Nach seinem Tod ist dieser Zusammenhalt an den Weihnachtstagen zwischen meinen Schwestern und mir geblieben, und wir haben seitdem einen Feiertag zu einem Schwesterntreffen umfunktioniert. Mit oder ohne Partner bzw. mit und ohne Kinder – das kann sich jeder selbst aussuchen, wichtig ist auf alle Fälle, dass wir uns begegnen. Die Pflicht, sich um meinen Vater kümmern zu müssen, ist zu einem lustigen Treffen geworden, das uns allen lieb und wichtig ist.
Die Einladungen gehen reihum – in diesem Jahr war ich an der Reihe und habe es sehr genossen, auch diesen Teil meiner Familie bei uns zu haben.

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