Montag, 19. September 2011

Die Kurzgeschichte "Schüleraustausch"

Immer wieder lese ich die Schlagworte "Entstehung - Kurzgeschichte -Schüleraustausch", mit denen auf mein Blog zugegriffen wird. Offensichtlich gibt es tatsächlich viele Schüler oder Lehrer, die an Hintergründen zu der Geschichte interessiert sind. Das überrascht mich sehr. 
Ich habe unheimlich viele Kurzgeschichten geschrieben, doch wenn ich sie mir so anschaue, enthält natürlich jede irgendwelche Situationen, die ich erlebt habe oder die mir erzählt wurden. So auch bei dieser Geschichte.
Zunächst zur Erklärung: Die Geschichte ist eigentlich 2010 in dem Buch "Einfache Kurzgeschichten für Jugendliche" im Brigg-Verlag erschienen, nun wurde sie auch in den Arbeitsheft "Doppel-Klick" für Klasse 8 abgedruckt. Dabei wurde sie ein bisschen gekürzt, bekam eine kleinere Schrift und andere Illus.

Zum Inhalt: Sandra, ihr Freund Stefan und weitere deutsche Jugendliche warten am Gare du Nord der französischen Stadt Sens auf ihre Austauschschüler. Sandra hat einen Zettel mit der Aufschrift "Chantal Deneuve" in der Hand, bei der sie untergebracht sein soll. Stefans Austauschschüler heißt Jean-Pascal Lebrun. Doch als Stefan bemerkt, dass es sich bei Chantal um ein unglaublich gut aussehendes Mädel handelt, reißt er seiner Freundin den Zettel aus der Hand und jubelt ihr seinen Jean-Pascal Lebrun unter. Dann macht er sich mit der erotischen Chantal davon. 
Soweit, so gut, alles andere müsst ihr selbst lesen. 

Ich wollte kurz erzählen, was die Geschichte mit mir zu tun hat. Ich war nämlich selbst zu einem Schüleraustausch in Sens, einer Stadt in Burgund, nicht weit von Paris entfernt. Zu diesem Austausch hatte ich mich entschieden, weil ich eine Zeitlang total schlecht in Französisch war. 
Mein Schüleraustausch war allerdings viel öder als der in meiner Geschichte. Jungs habe ich kaum kennen gelernt, schon gar nicht bin ich der Liebe meines Lebens begegnet. Meine Austauschschülerin war nämlich total brav und verbrachte ihre Abende im Kreise der Familie. Dort wurde - wie oft in Frankreich - stundenlang gegessen, bis man schließlich müde ins Bett fiel. 
Als sie dann aber bei uns war, zog sie begeistert mit mir durch Kneipen und Discos. Dann musste ich ihr aber schwören, das nicht ihren Eltern zu erzählen.
Ach so: Das Mädel hieß natürlich Lebrun, und sie hatte einen Bruder, der Jean-Pascal hieß. Aber der war längst nicht so interessant, wie mein Typ in der Geschichte.
Das ist eben das Gute am Schreiben - man kann sich das Leben einfach spannender machen kann, als es ist.

Kommentare:

  1. Ich finde es sehr gut, was sie hier geschrieben haben, weil ich denke, das es hilfreich ist, für Schüler und andere Leser. Was ich allerdings noch besser finden würde wäre, wenn sie zu dem Buch eine gesamte Inhaltsangabe schreiben und veröffentlichen würden, da manche Schüler Probleme haben eine Inhaltsangabe zu schreiben.

    AntwortenLöschen
  2. Ich fand den Text zum Inhalt eine super Stütze als Einleitung meines Aufsatzes für meine Hausaufgaben (eine Inhalsangabe).

    AntwortenLöschen