Montag, 31. März 2014

Arbeit am Schulbuch




An diesem Wochenende startete unser Schulbuchteam mit Anne Scheller,  Sven Erik Hansen, Renate Andreas und mir als Autoren und Stefan Bicker als Programmleiter des Schrödel-Verlags in eine neue Runde.
Das Schulbuch Wortstark-Basis 8 ist erschienen, und da wir das differenzierte Arbeitsmaterial für die schwächeren Schüler dazu erstellen, war nun unsere Kreativität gefragt. Ehrlich gesagt haben wir uns nach der längeren Pause schon aufeinander gefreut.
Wir sind mittlerweile ein richtig gutes Team. Jeder von uns erarbeitet drei Kapitel, die er den anderen Autoren zuschickt. In der gemeinsamen Sitzung werden sie nun besprochen und korrigiert, bis eine Fassung vorliegt, mit der alle einverstanden sind. Hört sich jetzt kompliziert an, ist es aber gar nicht. Wie schon gesagt, wir sind ein nettes Team. Ideen werden schnell aufgegriffen, modifiziert, auf den Punkt gebracht, alles  total entspannt und freundlich. Fünf Kapitel haben wir am Samstag ausführlich besprochen,  drei skizziert. Das war eine richtig konzentrierte Sitzung!







Freitag, 28. März 2014

Fastenzeit - Bergfest




Die Hälfte der Sieben-Wochen-Ohne-Zeit ist um, dreieinhalb Wochen Alkohol-, Süßigkeiten-, Fleisch- und Kaffee-reduziert lebe ich nun vor mich hin. Zeit, Bilanz zu ziehen und dann die zweite Hälfte der Zeit anzugehen.
Also, Leute, es ist nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Die erste Woche war vielleicht die schwerste, diese dritte Woche habe ich locker hingekriegt und war richtig irritiert, als mich am Mittwoch die vierte Fastenmail erreichte.
Auf Alkohol habe ich bis auf zwei Geburtstagsfeiern locker verzichten können. Auch wenig Fleisch zu essen, macht mir nichts aus. Bei Süßigkeiten wurde es schon kritischer. Ich habe mich sehr bewusst jeden Abend für eine Riegel Schokolade entschieden, und dann auch nur noch selten – ganz selten - ein zweites Mal zugeschlagen. Kritisch wurde es nur, als plötzlich wie von Zauberhand eine Tüte Lakritze  in meinem Einkaufswagen landete, und ich noch im Auto anfing, zu futtern. Gott sei Dank war dann die Tüte schnell weggeputzt, und ich wusste danach, dass ich die Süßigkeitenabteilung der Supermärkte meiden musste.
Das größte Problem bleibt mein Kaffeekonsum. Dass Kaffee bei mir zu einer unkontrollierten Sucht geworden ist, habe ich vor einigen Jahren gemerkt, als wir in Korea waren, einem Land, in dem es nur selten Kaffee, und wenn, dann nur zart koffeinierter Milchkaffee gibt. Da bin ich zeitweise wie eine Schlaftablette durch`s Land geschlappt.
In diesen Fastenwochen habe ich aber darauf geachtet, nicht einfach den ganzen Morgen die großen Tassen Kaffee wahllos warm oder kalt in mich hinein zu schlürfen. Wenn schon Kaffee, dann vorher einen bewussten Blick auf die Uhrzeit – muss es jetzt schon wieder sein? – dann frisch gekocht und genossen … Das ist ja immerhin schon mal die erste Voraussetzung zur Veränderung. 
Ansonsten lerne ich leckere Alternativen zu trinken kennen: Fassbrause Holunder und orientalischen Gewürztee! 


Mittwoch, 26. März 2014

Besuch von Birga




Ihr wisst ja, Jugendliche, die schreiben, haben bei mir immer einen Stein im Brett. Birga Schlüter, ein Mädchen aus unserem Nachbarort, schreibt für ihr Leben gerne. Nun fragte sie mich, ob sie mir die Geschichten zeigen könnte, die sie auf einem Schreibseminar geschrieben hatte, um mal meine Meinung dazu zu hören. Mit so einer Anfrage rennt man bei mir offene Türen ein. Geschichten, Schreibseminare und Gespräche über das Schreiben liebe ich über alles.
Birga und ich hatten sofort einen lebendigen Austausch. Irgendwie hatten wir eine ähnliche Art zu schreiben, diesen Zwang, eine Idee aufschreiben zu müssen, damit sie nicht verloren geht, und sie schließlich ins Handy zu tippen, um erst dann wieder den Kopf frei zu haben.
Birga stellte mir die Geschichte vor, die sie auf dem Schreibseminar begonnen hatte. Sie hatte ein reales Problem lebendig und authentisch erzählt, und hatte sich dem Problem aus verschiedenen Perspektiven genähert. Das war sehr spannend und geschickt dargestellt, und da dieses Problem auch autobiografische Teile hatte, hatte Birga die Chance genutzt, die das Schreiben einem bietet: Man kann in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen und erlebt so die verschiedensten Blickwinkel.
Auch andere kleine Geschichten las Birga vor, darunter die liebevolle und bildreiche Beschreibung eines Gänseblümchens. Mit diesen kleinen Schreibübungen hatten sie ihr Seminar immer mal wieder kurz unterbrochen – eine schöne Idee, wie ich fand.
Danach zeigte ich Birga mein Arbeitszimmer, präsentierte ihr mein Art zu schreiben, wie ich zwischen drei Monitoren sitze, auf dem mittleren die Geschichte, auf dem anderen den Plot und die Personen, auf dem dritten die aktuelle Internetrecherche.   
Der Nachmittag verging wie im Flug. Danach hatte ich ein paar schöne Ideen für ein weiteres Schreibseminar im Hinterkopf und Birga war um ein paar Ideen reicher, wie es mit ihrem Schreiben weiter gehen kann.  

Dienstag, 25. März 2014

Amazon-Bewertungen




Jaja, sie kosten echt Nerven, diese Amazon-Beurteilungen. Als Autor muss man schon einiges aushalten und sein Herz ganz schnell in die Hosentasche stecken, wenn einige Leser ihre Kritik vom Stapel lassen. Ich hätte manchmal so Lust, böse zu kontern. Aber das gilt natürlich als höchst unprofessionell. Es wird sogar davor gewarnt, denn wenn man diese Leser reizt, so der Tipp unter Kollegen, schlagen sie erst so richtig zu.
Dabei gilt unter Lesern oft das Vorurteil, dass die Fünf-Sternchen-Rückmeldung gekauft ist, es sich bei der Ein-Sternchen-Kritik dagegen um die einzig wahre und ehrliche Kritik handelt. Und so nehme ich schlechte Kritik eben schon deswegen zähneknirschend hin, um zu zeigen, dass bei mir nichts gekauft wurde.
Nur diesmal – und auch das nur in meinem Blog – muss ich echt mal zurück schießen. Zu meinem Buch „A Ride to Happiness – Der Ritt ins Glück“ schreibt mir nämlich eine Leserin eine Kritik, die mich echt geärgert hat: „Wenig Englisch und das auch noch im "Deutsch-Englisch" Chaos geschrieben. Dieses Buch ahct keinen Spaß zu lesen, nicht zu empehlen“, schreibt sie.
Mal ganz abgesehen von ihren Tippfehlern, über die ich hier mal großzügig hinweg lesen werde, möchte ich doch mal anmerken, dass dieses „Deutsch-Englisch-Chaos“ das Konzept des Buches ist. Dabei soll sich der Englischanteil in den Dialogen befinden und genau 50 % betragen. Das Konzept wird zu Beginn des Buches genau vorgestellt, „Lovestory in Deutsch mit englischen Dialogen.“ Wer das als Chaos empfindet, hätte sich doch ein anderes Buch kaufen können. Man geht ja auch nicht auf ein Sido-Konzert, um sich dann zu beschweren, dass nicht Mozart gespielt wurde.
Naja, seufz, ich weiß. Man muss diese Kritiken mit Gelassenheit hinnehmen. Aber wer ist schon bei so etwas schon gelassen… 


Montag, 24. März 2014

Heiratsantrag




Im Internet ist man ja daran gewöhnt, mal den einen oder anderen Liebesschwur zu bekommen. 
„Ich habe gesehen dein Bild und sofort haben ich viele Gefuhle für dich und immer danken dass ich verliebt in dich mit großen Gefuhlen und darum wir werden alle Tiefen des Vergnugens zusammen geniesen …“
Oder auch: „Ich fuhle, was unsere werden die Herze in einem Rhythmus geschlagen, und du fuhlst es? Ich warte auf deine Mail, fur mich ist es sehr wichtig, zu wissen, ob du meine Gefuhle teilst.“
Jetzt aber kriegte ich echt mal einen supersüßen Heiratsantrag – diesmal per Post und von einem Schüler.
„Möchten Sie mich heiraten, denn ich möchte noch mehr Geschichten hören“, schreibt er.
Da gerät man doch echt in Versuchung, oder?