Sonntag, 17. Februar 2019

Immer noch Buchstabendiebe am Werk



Regelmäßige Blogleser erinnern sich sicherlich: Ich war 2017 Stadtschreiberin in Gotha. Bei einem Stadtbummel fiel mir damals auf, dass in der Stadt verschiedene Buchstaben an verschiedenen Schriften der Häuser fehlten, und die Wörter dadurch auf lustige Weise verändert wurden. Dieser Buchstabenklau inspirierte mich schließlich zu einer Kolumne.
In diesem Jahr ist Birgit Ebbert Stadtschreiberin von Gotha, eine Autorin, mit der ich virtuell über Facebook und über ein Forum verbunden bin. Außerdem sind wir Kinderbuch- und Blogger-Kolleginnen. Dass sie nun in Gotha ist, freut mich sehr.
Jetzt ließ sie mich wissen, dass der Buchstabenklauer in Gotha sein Werk unbehelligt weiterführt und schickte mir ein Beweisfoto. Ich bin entsetzt. Hoffen wir mal, dass alles einem großen Plan folgt.



Donnerstag, 14. Februar 2019

Der Alltag eines Autors



Autoren, so denken viele, * warten auf den Moment, in dem sie die Muse küsst. Dann geraten sie in einen Flow und schreiben und schreiben, schlafen nicht mehr, ernähren sich von Kaffee und sitzen vor ihrer Tastatur, um wild um sich zu tippen, zu löschen, neu zu schreiben und schließlich in eine Schreibkrise zu verfallen. Und dann … ab * weiter.  
Ich weiß nicht so genau, wie andere Autoren ihren Alltag bewältigen, ich weiß allerdings, dass man als Künstler nur von seiner Kunst leben kann, wenn man es schafft, sich zu organisieren und diszipliniert zu arbeiten.  
Der Tag ist immer noch so verführerisch frei, wenn man aufsteht und den ersten Kaffee in der Hand hält, und natürlich fallen auch mir tausend andere Sachen ein, die ich mit der freien Zeit anstellen könnte. Aber die Deadline ist gesetzt, und nur wenn man die Sachen abgibt, fließt (irgendwann) auch das Geld.
Mein Alltag beginnt mit fünf Seiten an dem Lieblingsroman, an dem ich gerade arbeite. Dazu ein Kaffee und Ruhe. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die bei Musik arbeiten können.  
Seit vielen Jahren arbeite ich nun so. Immer habe ich morgens einen Lieblingsroman, der mich einige Zeit begleitet und der sich täglich weiter und weiter spinnt.
Nach dem Fünf-Seiten-Spaßprogramm beginnt die Zeit der Auftragsarbeit. Um einen kleinen Break zu haben, gehe ich dann oft erst mal zum Sport, um danach ausgepowert, aber vergnügt an dem Pflichtprogramm weiter zu arbeiten. Diese Pflichtarbeit ist sehr unterschiedlich und verändert sich mit den Aufträgen. Manchmal muss ich Kurzgeschichten erstellen oder einen Sachtext schreiben oder Arbeitsmaterial entwerfen oder oder oder. Bevor ich damit anfange, schaue ich mir das Briefing noch mal genau an, um mich in die Arbeit einzufinden.
Also alles in allem – nichts mit dem Musenkuss im Sonnenschein am See, aber zu schreiben ist und bleibt trotzdem die schönste Arbeit der Welt (jedenfalls ganz subjektiv betrachtet).
Nur reich wird man natürlich als Autor eher selten. Darum sage ich Schülern immer: Wenn du reich werden willst, solltest du Kieferorthopäde oder Immobilienmakler werden. Aber wenn du einen wunderschönen Beruf suchst, ist Autor zu sein schon mal ein guter Tipp.

Sonntag, 10. Februar 2019

Shoppingtour mit Schwester



 
Das Treffen mit meiner Lieblingsschwester Karin hat schon eine lange Tradition. Als unsere Kinder noch klein waren, organisierten wir uns einen gemeinsamen freien Tag, um ihn weit weg von Babybrei und Windeln zu verbringen und nur für uns zu sein. Wir treffen uns meist auf der Mitte unserer Wohnorte, was bei der Entfernung von Bad Lippspringe und Göttingen immer Holzminden ist. Diesmal aber änderten wir unseren Treffpunkt und verabredeten uns in Hannover. Hier arbeitet meine Schwester als Richterin im Sozialgericht.
Es ist immer spannend, ihren Arbeitsplatz zu sehen – all die Sicherheitsvorkehrungen, die man heutzutage eingebaut hat, bevor man ein Gericht betritt, finde ich ziemlich beeindruckend. Die Bürotrakte und die Sitzungssäle sind streng abgesichert – die Zeit der Bürgernähe ist vorbei. Es hat zu viele gefährliche Übergriffe gegeben.
Wir machen uns auf den Weg in die Innenstadt, bummeln durch die Cafés und Geschäfte und genießen die Vertrautheit.
Beim gemeinsamen Foto im Caféhaus schleicht sich ein Kellner mit auf das Foto – witzig -  aber nun steckt er in meinem Blog und ich konnte ihn gar nicht fragen, ob ihm das recht ist.



Donnerstag, 7. Februar 2019

Letzte Lesung in Westerholt



Ich trete kürzer – vor allem bei Lesungen, und das bedeutet, dass ich mich auch von Lieblingsschulen verabschieden muss. Eine meiner Lieblingsschulen ist die David-Fabricius-Schule in Westerholt. Aber gerade sie ist mit einer langen Anfahrt verbunden – Westerholt liegt nämlich in Ostfriesland.


Ich mache einen Abstecher an die Nordsee – warme Socken an, Mütze auf. Wie immer weht ein eisiger Wind, und wie immer ist Ebbe. Es ist still hier – im Februar hat man den Strand für sich allein. Ich gehe durch den Wind und genieße die würzige Luft.

Die Lesung ist wie immer total schön, die Schüler aufmerksam und gut vorbereitet. Da ich zehn Jahre lang einmal im Jahr hier war, kennen mich fast alle Schüler. Im Foyer sitzen Jugendliche in einer Reihe und machten eine „Annette-Welle“ für mich. Das ist ein gutes Gefühl – vor allem, wenn man bedenkt, wie ruhig und unspektakulär es immer in Ostfriesland zugeht.


Zwei Schülerinnen, Anna und Amelie aus der 8. Klasse laden mich noch zu einem Interview ein, das sie für die Tageszeitung schreiben wollen.
Nach der Lesung haben auch die Lehrer noch eine Überraschung für mich vorbereitet: Ein kleines Geschenk mit lieben ostfriesischen Andenken. Hach – so sind sie, diese Lieblingsschulen!!!!


Sonntag, 3. Februar 2019

Fotos in Dauerschleife



Kennt ihr das auch, dass man so schöne Urlaubsfotos macht, und dann versinken sie in der Unendlichkeit der Festplatte? Ich habe diesmal etwas anderes ausprobiert. Ich habe sie als wechselnde Bildschirmschoner auf meinen Monitoren installiert. Seitdem ist mir meine wunderschöne Namibia-Reise täglich präsent. Und nicht nur das – ich habe auch Zeit und Ruhe, mir alle Fotos detailliert anzuschauen. Immer wieder bin ich von der Schönheit der Tiere geradezu überwältigt.


Schaut mal, diese Elefanten, die so aufmerksam für ihre Kinder sorgen. 


Und diese Giraffe, wie sie so sorglos auf die Straße geht.


Was für eine unglaubliche Fellzeichnung die Antilope hat. Als wenn sie sich die Augen mit Kajal gemalt hat.

Ist das nicht eine unglaubliche Momentaufnahme von Flamingos im Aufbruch?

Und diese beeindruckende Stampfer des Nashorns. Noch nie ist mir ein derartiges Tier so nah gekommen!