Dienstag, 20. Juni 2017

Schutzengel



489 Kilometer Autobahnfahrt liegen vor mir. Nach hundert Kilometern Fahrt gibt mein Auto plötzlich seltsame Geräusche von sich. Es klingt zunächst, als wenn man über eine provisorische Fahrbahndecke fährt, ein dumpfes gleichmäßiges Brummen. So bleibt es lange Zeit, dann wird es allmählich lauter. Ich beobachte die Anzeigen – kein Lämpchen leuchtet irgendwo auf. Auch die Motorkühlung ist gleichbleibend. Mutig beschließe ich, weiter zu fahren. Es ist Sonntag, und ich habe keine Lust, auf irgendeinem Autohof stundenlang auf den ADAC zu warten.
Zuletzt ist das Auto total laut – aber ich komme auf dem Campingplatz meines Sohnes an, wenn auch schweißgebadet. Unser Platzarbeiter Florian übernimmt den Wagen, (perfekt, wenn man seine Angestellten hat), machte eine Probefahrt und untersucht die Räder. Dabei stellt er fest, dass am linken Vorderrad eine Radmutter fehlt und sich durch das Rütteln alle anderen Muttern auch gelockert haben.
In der vergangenen Woche hatte ich meine Reifen wechseln lassen. Da hat der KFZ-Meister wohl eine Schraube übergehabt.
Naja … kann ja passieren…  

Kommentare:

  1. Uppsi, da wäre ich aber gar nicht erfreut. Heutzutage muss man auch jeden Mist nachzählen ...

    (Bei unserem ersten Radwechsel hatte die Werkstatt die Aufkleber auf den Reifen gelassen. Ich weiß nicht, ob das üblich ist, Nachlässigkeit oder ein Running Gag, wenn verzweifelte Kunden zurückkommen: "Das Auto macht ganz komische Geräusche!")

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  2. Diese Fahrlässigkeit grenzt ja an Sabotage. So etwas darf nicht passieren! Deine Schutzengel waren offenbar sehr fleissig.
    Wirst du der Werkstätte noch den Marsch blasen?
    Grüessli
    Bea

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  3. Ich habe es zumindest gemeldet. Leider ist der Werkstattleiter so ein ganz lieber zuverlässiger Typ. Er war sehr erschrocken und konnte sich gar nicht vorstellen, dass ihm das passiert sein könnte. Tja... hätte schlimmer kommen können.

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