Samstag, 16. Mai 2020

Eine Tüte Bücher



Im ersten Moment sind wir enttäuscht, als die kleine Bücherei nur durch ein Fenster geöffnet ist. Wir haben nicht die Möglichkeit, uns durch die Regale der Bücher zu lesen und Bücher auszusuchen. Aber wir können Wünsche äußern. Sie würden uns ein Lesepäckchen zusammenstellen, bieten sie uns an.
Jetzt sprudeln die Ideen. Ein Buch über Barbie, aber für die nullte Klasse – ein Fußballbuch, aber nicht „Luca schießt ein Tor“, das hat er schon gelesen, vielleicht auch was mit Monstern, spannend, aber so, dass er noch schlafen kann  -  einen guten Roman, aber nichts gruseliges, auch keine Fantasy, gerne Unterhaltung, aber gut geschrieben …
Die Bibliothekarin notiert mit ernsthaftem Gesicht. Sie wolle mal gucken…
Am nächsten Tag dürfen wir die Bücher abholen. Sie hat uns eine riesige Wundertüte zurecht gemacht. Schon am Auto studieren wir die Inhalte, lachen uns über die Cover kaputt.
Tut auch mal gut, sich nicht immer selbst entscheiden zu müssen.

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