Donnerstag, 4. Juni 2015

Mein Gesicht war schmerzverzerrt


Gestern gab es eine Radiosendung zu „50 shades of grey“. Offensichtlich gibt es zu dem 20-teiligen-Bestseller nun die Variante aus Männersicht. Endlich! Auf diesen Moment hat die Welt doch gewartet!
Zu diesem Anlass lesen sie eine Passage aus dem Buch vor, und ich höre gespannt zu. Es geht offenbar darum, dass der Protagonistin, dem „lyrischen Ich“, der Hintern versohlt wird.
„Ich gab keinen Laut von mir“, liest der Radiosprecher. „Aber mein Gesicht war schmerzverzerrt.“
Oh nein! Da tut ja nicht nur der Hintern weh.

Wie gut, dass ich das Buch gar nicht erst gelesen habe. Bei solchen Perspektivschnitzern lege ich nämlich grundsätzlich jeden Roman zur Seite. Auf der Stelle ist mein Gesicht ebenfalls schmerzverzerrt – nur dass ich es leider nicht sehen kann. Aber wenn ich einen Spiegel gehabt hätte…

Kommentare:

  1. Dass mich diese Bücher nicht interessieren habe ich gemerkt, als ich eine Inhaltszusammenfassung gelesen habe und dabei lachen musste. Viel Plot scheint anscheinend eh nicht vorhanden zu sein, den man großzügig verteilt hat.

    Ich zitiere aus Wikipedia:
    "Nach dem Vorfall mit Leila hat Christian Angst, dass sich Ana von ihm trennt, und so kommt es zum Heiratsantrag. Ana lehnt nicht ab, sagt aber auch nicht ja, da ihr alles zu schnell geht, und weil Christian ihr offenbart hat, dass er es genießt, brünette Frauen zu schlagen, weil sie aussehen wie seine leibliche Mutter. Nach großen Verlustängsten, da Christians Helikopter verschollen ist, kommt es dazu, dass Ana den Heiratsantrag annimmt."

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  2. Haha köstlich. Ich verstehe nicht, warum du das Buch nicht auf der Stelle verschlungen hast.

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