Samstag, 23. November 2019

Lesung in Essen



Wer hier regelmäßig mitliest, wird bemerkt haben, dass ich nicht mehr so oft zu Lesungen unterwegs bin. Mein Privatleben ist unruhig geworden und ich bringt mich dazu, mehr Kilometer auf den Autobahnen zu verbringen, als mir lieb ist. Da habe ich die Lesungen und die damit verbundenen Fahrten deutlich reduziert. Aber Ausnahmen gibt es natürlich immer. Wie diese hier: Die Erich-Kästner-Gesamtschule in Essen. Diese Lesungen sind immer ein kleines Schulevent und werden liebevoll vorbereitet. Der Stufenleiter Artur Nickel organisiert diese Veranstaltung seit vielen Jahren für die sechsten Jahrgangsstufen, und oft lädt er mich dazu ein. Diesmal waren auch die Autoren Franjo Terhart und Barbara Zoschke zu den Lesungen eingeladen.  
Die Lesungen finden immer im Klassenzimmer statt und man trifft nur auf eine Klasse – das macht das Leseerlebnis zu einem besonders intimen Moment und führt sicherlich auch dazu, dass die Schüler besonders interessiert sind und viele Fragen haben.
Ich bin immer begeistert von diesem Multi-Kulti des Ruhrgebiets. Als ich anfing, zu lesen, war es so still in der Klasse, dass ich etwas irritiert fragte: „Versteht ihr mich überhaupt? Rede ich zu schnell?“ Ich meine … zwanzig Kinder, von denen die meisten sowas von überhaupt nicht „typisch deutsch“ aussehen … da ist doch so eine Frage berechtigt, oder? War sie aber nicht. „Klar“, meinten sie und winkten ab. „Lesen Sie weiter!“ Und dann merkte ich, sie waren einfach nur so still, weil sie es so spannend fanden.



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