Sonntag, 1. November 2020

Lesespuren


Hier spendiere ich euch mal wieder einen Blick auf meinen Arbeitstisch. Es entsteht ein Kapitel zu dem Buch „Kriminelle Lesespurengeschichten“, bei denen ein Leser sich durch verschiedene Punkte einer Geschichte liest und sie in einem Bild wieder entdecken muss. Er kann getäuscht werden, da es diese Lesespuren in kleinen Variationen mehrfach in der Geschichte gibt. Darum ist es von Vorteil, die Geschichte genau zu lesen.

Die Schüler lieben diese Lesespuren.

Als Autor ist man da allerdings in einer gaaaaanz anderen Situation. Man muss nämlich Lesespuren legen, Täuschungsspuren entwickeln, alles in einen spannenden Kontext stellen und dabei selbst den Überblick behalten.

In diesen Fall gebe ich es auf, digital zu arbeiten. Mein Entwurf verläuft mit ganz analogen Filz- und Buntstiften, wobei das größte Problem ist, dass ich meine eigene Handschrift nicht immer entziffern kann.

Blöd in der Analogfassung ist auch, dass die Skizze für den Verlag noch einmal, noch einmal und vielleicht sogar noch ein weiters Mal von mir gezeichnet werden muss, wenn ich mich nämlich in meinen eigenen Spuren verknotet habe … was mir leider immer mal wieder passiert.

Aber was tut man nicht alles, um die Schüler zum Lesen zu motivieren.

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