Dienstag, 4. Februar 2014

Lesung in Westerholt



  
So, und hier kommen die versprochenen Fotos der Lesung in an der David-Fabricius-Oberschule in Westerholt, leider nur von den 8. Klassen. Die Lesung der 5. Schuljahre, die in der gemütlichen Bücherei stattfand, habe ich ganz vergessen zu fotografieren.
Die Schüler waren alle sehr aufmerksam und interessiert. 
Und dann – so ein Pech -  gab es ausgerechnet vor der 2. Lesung einen Feueralarm. Ich dachte schon, das war`s jetzt! Jetzt habe ich gleich nur noch wenig Zeit. Aber dann entpuppte sich die Sirene als Fehlalarm, und wir beeilten uns, wieder in die Bücherei zu kommen. Das ist Schule!!!
Übrigens wussten die Fünfer fast alles über mich: Wo ich wohne, was ich vorher gemacht habe, sogar wie meine Kinder heißen. Das war echt beeindruckend!
Habt weiterhin eine gute Zeit, und ich freue mich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr! 

Montag, 3. Februar 2014

Und wieder die Nordsee




Mal gucken, ob ich es schaffe, diesen post zu veröffentlichen. Ich sitze in einem Hotelzimmer ohne Internet, und mein Handy hat nur mäßigen Empfang. Trotzdem will ich es versuchen. Denn bei allen Medienproblemen bin ich doch total euphorisch.
Ich reise ja immer gerne, liebe es, im Auto oder mit der Bahn durch die Gegend zu gurken, lerne gerne neue Städte kennen oder suche vertraute Gegenden auf. Aber wenn es nach Ostfriesland geht, ist das ein Zurückkommen in die Heimat meines Herzens.
Mein Kontakt zur David-Fabricius-Schule in Westerholt besteht seit fünf Jahren. Er begann mit einem Brief, den mir die Schüler zu einem Buch schrieben. Ich schrieb total begeistert zurück: Westerholt, wie toll! Die Gegend kenne ich zu gut und ich liebe sie so! In Ostfriesland haben wir mit unserer Familie so viele Urlaube verbracht, als unsere Kinder klein waren.
Prompt luden mich die Schüler zu einer Lesung ein, und ich hatte die Gelegenheit, alle Orte noch einmal aufzusuchen. Das hat mich total begeistert.
Seitdem bin ich regelmäßig einmal im Jahr hier.
Der Schulleiter sagt gerne in seiner ostfriesischen Fröhlichkeit: Na, Sie gehören ja schon zum Kollegium. Und in diesem Jahr ließ mir sogar der Hotelbesitzer mitteilen, er habe zwar am Montag Ruhetag, aber ich würde mich doch auskennen. Darum würde er den Schlüssel einfach daundda deponieren.  
Versteht ihr jetzt, warum es mir hier so gut gefällt? Es ist diese Gemütlichkeit, dieses Vertrauen, dieser tiefe Horizont, dieses Licht, dieses „Moin. Wo geiht di dat?“, dieser schwarze Tee mit Klümkes, diese Weite, diese roten Backsteinhäuser, na, und natürlich das Meer.

Sonntag, 2. Februar 2014

Fällt dir was auf?




„Ich würde mir gerne mal die Haare kurz schneiden lassen. Was meinst du?“, frage ich die Friseuse meines Vertrauens. 
Sie freut sich. Endlich gibt`s mal richtig was zu schnippeln.
„Da werden deine Männer aber staunen."
„Nee, nee. Die merken so was gar nicht. Ich frage dann immer: Fällt euch was an mir auf? Und dann rufen sie im Chor: Du warst beim Friseur. Oder auch mal: Du hast neue Schuhe. Aber im Grunde merken sie nichts.“  
Das glaubt sie mir nicht.
Nach einer halben Stunde ist sie fertig. Es ist ganz schön was abgekommen.
„Guck dir doch mal die Haare an, die auf dem Boden liegen. Da ist echt was abgekommen. Das werden sie doch merken! Diesmal müssen sie es merken!“
Finde ich auch. Aber ob Männer…
„Hi Mama“, sagt Nils und stapft an mir vorbei die Treppe hinauf.
„Soll ich was einkaufen?“, fragt Siggi und lehnt in der Tür.
„Fällt euch was an mir auf?“, frage ich.
„Warst du beim Friseur?“
Aaaaaaahh! 

Hier für Gabriela und alle, die es wissen wollen!

 

Samstag, 1. Februar 2014

Zweitverwertung





Seien wir doch mal ehrlich. Die schönste Art Geld zu verdienen ist doch, wenn man gemütlich auf dem Sofa sitzt. Plötzlich switcht eine Mail ein und wumm, hat man ein nettes Sümmchen auf dem Konto, ohne irgendwas getan zu haben.
Als Autor kann einem das tatsächlich passieren, dann nämlich, wenn ein Buch übersetzt wird, oder wenn ein anderer Verlag auf die Idee kommt, es noch einmal zu verwerten.
Mir ist das mit einem Buch sogar gleich zweimal passiert.
2007 bekam ich von einem Verlag den Auftrag, ein Grammatikbuch für die 3. und 4. Klassen zu erstellen. Das habe ich richtig gerne gemacht, und ich fand auch, dass es gut geworden war. Doch so richtig gut lief das Buch im Verkauf nie. Der Verlag fand dafür einige Gründe – falsches Format vielleicht, vielleicht zu wenig Platz in den Zeilen … Naja, es gibt ja immer diese Marktanalysen. Tatsache ist aber auch, dass der Markt hart umkämpft ist, und es viel Konkurrenz gibt.
2011 beschloss dann der Verlag, das Buch noch einmal neu aufzulegen, in einem anderen Format mit neuen Illus. Auch das war ein schönes Buch, aber auch das konnte sich nie so richtig auf dem Markt behaupten.
Und nun der dritte Anlauf. Eine „große Kette des Lebensmitteleinzelhandels“ (ja, denken wir jetzt vielleicht alle an diesen Laden mit dem großen A?) hatte angefragt, ob sie den Inhalt des Buches für eine Zweitverwertung übernehmen dürften – natürlich gegen Honorar, das sich aus irgendeinem Paragraphen meines Vertrages errechnet. Ich müsse nichts ändern, alles perfekt so. Sie wollten nur wissen, ob ich als Autorin genannt werden möchte.
Na klar, kein Problem! Ist doch ein gutes Buch!
So kann es einem auch manchmal mit Büchern gehen, die zunächst gar nicht so gut laufen. In der Summe kommt man dann doch auf seine Kosten!