Samstag, 1. Februar 2014

Zweitverwertung





Seien wir doch mal ehrlich. Die schönste Art Geld zu verdienen ist doch, wenn man gemütlich auf dem Sofa sitzt. Plötzlich switcht eine Mail ein und wumm, hat man ein nettes Sümmchen auf dem Konto, ohne irgendwas getan zu haben.
Als Autor kann einem das tatsächlich passieren, dann nämlich, wenn ein Buch übersetzt wird, oder wenn ein anderer Verlag auf die Idee kommt, es noch einmal zu verwerten.
Mir ist das mit einem Buch sogar gleich zweimal passiert.
2007 bekam ich von einem Verlag den Auftrag, ein Grammatikbuch für die 3. und 4. Klassen zu erstellen. Das habe ich richtig gerne gemacht, und ich fand auch, dass es gut geworden war. Doch so richtig gut lief das Buch im Verkauf nie. Der Verlag fand dafür einige Gründe – falsches Format vielleicht, vielleicht zu wenig Platz in den Zeilen … Naja, es gibt ja immer diese Marktanalysen. Tatsache ist aber auch, dass der Markt hart umkämpft ist, und es viel Konkurrenz gibt.
2011 beschloss dann der Verlag, das Buch noch einmal neu aufzulegen, in einem anderen Format mit neuen Illus. Auch das war ein schönes Buch, aber auch das konnte sich nie so richtig auf dem Markt behaupten.
Und nun der dritte Anlauf. Eine „große Kette des Lebensmitteleinzelhandels“ (ja, denken wir jetzt vielleicht alle an diesen Laden mit dem großen A?) hatte angefragt, ob sie den Inhalt des Buches für eine Zweitverwertung übernehmen dürften – natürlich gegen Honorar, das sich aus irgendeinem Paragraphen meines Vertrages errechnet. Ich müsse nichts ändern, alles perfekt so. Sie wollten nur wissen, ob ich als Autorin genannt werden möchte.
Na klar, kein Problem! Ist doch ein gutes Buch!
So kann es einem auch manchmal mit Büchern gehen, die zunächst gar nicht so gut laufen. In der Summe kommt man dann doch auf seine Kosten!   

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