Donnerstag, 22. Oktober 2015

Zu fällen einen schönen Baum...


Bad Lippspringe, der Ort, in dem ich seit 27 Jahren lebe, rüstet sich für die Landesgartenschau 2017. Es wird einige größere Veränderungen geben, und darum werden wir Bewohner gebeten, einige Umstände in Kauf zu nehmen. Kein Ding, denke ich, als ich eine große Umleitung fahren muss, weil die Hauptdurchfahrtstraße  gesperrt ist. Man muss eben auch Opfer bringen, und für so einen guten Zweck sollte einem nichts zu schade sein. 
Als ich dann auf der Rückfahrt die Straße einspurig befahren darf, traue ich meinen Augen nicht. Alle, aber auch wirklich alle Bäume links und rechts der Straße sind spurlos verschwunden.  Gefällt, abtransportiert, vielleicht auch schon weggehäckselt.
Um es klar zu stellen, ich gehöre nicht zu den Menschen, die bei jedem gefällten Baum gleich zum Taschentuch greifen. Auch Bäume können manchmal erdrückend sein und alles um sie herum verdunkeln. Aber bei diesem Anblick stellen sich mir doch die Nackenhaare auf. Die Stadt, die sowieso nicht zu den schönsten Orten NRWs zählt, präsentiert sich in ihrer Nacktheit, als wäre eine Bombe eingeschlagen.
Wie sie das jetzt bis 2017 wieder schön kriegen wollen, ist mir ein echtes Rätsel. 

Kommentare:

  1. Damit eine Landesgartenschau stattfinden kann, müssen zuerst mal Bäume weg, die über Jahrzehnte gewachsen sind. Das tönt ganz schön absurd!

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  2. ...wahrscheinlich stellen sie dann Bäume in Kübeln auf...oder so,
    das ist wirklich ärgerlich und unverständlich,

    lieber Gruß Birgitt

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    1. Genau. Dann hat man nach der Gartenschau wieder freie Sicht,,,

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  3. Natürlich muss erst mal die Natur weg, damit man mehr Platz für den Garten hat!

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