Freitag, 26. August 2011

Neuer Gegenspieler


Seit einiger Zeit schreibe ich an einer neuen Geschichte. Der Plot ist entworfen und abgesprochen, alle Rahmenbedingungen sind klar. Das einzige Problem ist: Die Geschichte fließt nicht. Kapitel für Kapitel stolpert sie vor sich hin. Macht mich ratlos, müde, unwillig. 
Der Urlaub ist eine willkommene Unterbrechung. Zeit zum Nachdenken, überdenken, neu ordnen.
Plötzlich kommt die Idee. Der Geschichte fehlt eine Person. Ein Gegenspieler. Einer, der die Geschichte bedroht und ihr damit das Salz in der Suppe gibt. 
Aber kann man eine Person in eine Geschichte verweben, die schon zur Hälfte geschrieben ist? Dieser Gedanke macht mich ganz kirre. 
Ich beginne noch einmal von vorn und doch nicht ganz. Ich lese, verändere, lasse bestehen und flechte einen Gegenspieler ein. Mühsam arbeite ich mich Kapitel für Kapitel voran.
Jetzt bin ich wieder da, wo ich aufgehört habe und eine neue Person ist hinzu gekommen. Nun ist alles viel lebendiger. Und ich bin es auch. 
Es fließt wieder. Gott sei Dank!

(Foto: Jeju, Korea)

Kommentare:

  1. Schrecklich, wenn die Geschichte einfach nicht tun will, was sie soll... ich hab wochenlang an einer Kurzgeschichte gehangen, bis ich den Charakteren ihren Willen gelassen habe - sie wollten einander partout nicht umbringen! ^^

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  2. Haha, das ist ja süß. Und jetzt haben sie sich geheiratet, oder?
    Gruß Annette

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  3. Liebe Annette,
    wie gut, dass ich wieder mal bei dir in deinem Blog vorbeigeschaut habe. Denn sowas kenn ich nur zu gut :-))) Ja, das Würzen ... das ist halt die Kunst daran. Da kann man das Kochrezept noch so gut befolgen - gewürzt muss nach Fingerspitzen- und Bauchgefühl werden. Anders klappt's nicht.
    In diesem Sinne wünsch ich dir noch ein fröhliches Abschmecken!
    Mit lieben Grüßen aus Ö,
    Michaela

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