Donnerstag, 23. Februar 2017

Begegnung mit Lucas Cranachs Schwiegervater


Ich erkenne Lucas Cranachs Schwiegervater sofort. Er trägt ein schwarzes Barett, einen langen, weichen, pelzbesetzten Mantel, rote Hosen und Stiefletten. Jetzt hat er sich vor dem Rathaus niedergelassen, um auf seine Gäste zu warten. Wir sind eine Gruppe von zehn Leuten, die sich zu einem Abendspaziergang mit ihm auf den Weg rund um den Marktplatz machen, den kleinen, lustigen Geschichten lauschen und zuletzt im Lucas-Cranach-Haus zu einem Tee zusammensitzen. 
Ich finde diese Formen von Stadtführungen sehr unterhaltsam, und obwohl ich mittlerweile schon viel von Gothas Stadtgeschichte kenne, höre ich vieles noch mal aus einer anderen Perspektive.
Später erfahre ich auch, dass es sich bei Lucas Cranachs Schwiegervater um Ralph-Uwe Heinz handelt, „Heinzi“, wie ihn alle nennen. Über ihn hatte ich schon viel gehört, und man hatte mir schon gesagt: Wenn ich mal einen ganz besonders originellen „Gothschen“ kennenlernen wollte, müsste ich Heinzi treffen. Hat ja fantastisch geklappt. 

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