Sonntag, 6. April 2014

Kleine Welt




Wenn man mit kleinen Kindern zusammen ist, wird auch die Welt klein. Der Spaziergang von zwei Kilometern kann sich über einen ganzen Nachmittag erstrecken, man achtet auf Tannenzapfen und Stöcke, man kann aus Verpackungsmüll ein großes Spielsortiment erstellen und man lernt, dankbar zu sein, wenn man nach dem Besuch beim Kinderarzt aus einem schwülen Wartezimmer mit hustenden und fiebrigen Kleinkindern wieder frische Luft einatmet.
Unser Dauercampingplatz hat sich als Kinderparadies bewährt, in dem es sich großartig Trecker fahren und Bollerwagen schieben lässt. Auch konnte sich mein Kraft- und Konditionstraining endlich in der Praxis bewähren, denn für Babys in den Schlaf schaukeln und Kinder auf der Schulter tragen braucht man schon einen guten Bi- und Trizeps. Allerdings ist so ein kleiner Kinderspitzarsch im Nacken unruhiger als jede 6-Kilo-Langhantel auf der Schulter, und so hin und wieder hatte ich doch Probleme mit dem Muskelkater.
Anstrengend war es, und schön zugleich  - und total traurig, als sie beim Abschied am Fenster standen und winkten, in dem festen Glauben, dass wir am nächsten Tag wieder auf der Matte stehen. Aber es gibt ja leider auch noch andere Dinge zu tun, als mit Kindern durch die Gegend zu trapsen… wenn mir auch momentan entfallen ist, was eigentlich.

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