Dienstag, 1. Dezember 2015

Abklärungsbedarf


„Sehr geehrte Frau Dr. Weber!
Im Rahmen Ihre Screening-Untersuchung hat sich weiterer Abklärungsbedarf ergeben.“

Bei dieser Nachricht rauscht es in meinen Ohren. Abklärungsbedarf hat man nicht so gerne – schon gar nicht vor dem Wochenende, wenn einem keine Alternative bleibt, als zu warten.
Heute dann der erneute Gang zum Screening-Center. Meine rechte Brust wird auf Papierniveau zusammen gequetscht und in einem Mammografiegerät hin und her gewendet. Es brummt und surrt.
Noch ein paar Minuten – können Sie noch?
Der Arzt ist freundlich und gewissenhaft. Die kleine Veränderung auf dem Bild ist nun auch für mich sichtbar. Jetzt soll sie durch den Ultraschall genauer bestimmt werden. Immer wieder wandert der Arzt mit der Sonde über meine Brust, stundenlang, wie es mir scheint. Sein Gesicht ist ernst, der Blick unverwandt auf den Monitor gerichtet. Als er fertig ist, erwarte ich mein Todesurteil.
„Ich kann es nicht wieder finden“, sagt er. „Es ist besser, Sie gehen in eine Röntgenpraxis ins Krankenhaus.“
Ich weiß nicht, ob das jetzt der Zeitpunkt ist, erleichtert zu sein. Noch ist es nicht vorbei. Aber ein kleiner Stein fällt mir doch vom Herzen. 

Kommentare:

  1. Liebe annette,
    ich drücke die Daumen, dass dem ersten Stein alle weiteren vom Herzen plumpsen!
    Herzliche Grüße
    Regina

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  2. Oh Bammel! Ich wünsch dir ganz fest, dass alles Fehlalarm war.
    Herzliche Grüsse
    Bea

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    1. Ja, schrecklich, oder? Warten ist leider nicht meine Stärke!

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  3. Da wünsche ich dir, dass man schnell alles abgeklärt hat und es dann Gewissheit gibt, ob es etwas gibt und was man dagegen unternehmen kann!

    Aber bis auf weiteres kannst du etwas beruhigt sein: Wenn man lange suchen muss, kann es schon mal kein großes Problem sein!

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  4. Die Mediziner sind immer besonders gründlich, Annette, und jagen einem damit manchmal Angst und Schrecke ein-haben wir selbst gerade erlebt. Ich wünsche dir gutes Durchhalten!

    Grüße
    Christa

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