Dienstag, 21. November 2017

Aussondiert


Ich bin auf dem Weg nach Wien, als mich die Mitteilung des frühen Morgens überrascht: Die Sondierungen sind gescheitert. „Gott sei Dank!“, denke ich erleichtert, und bin dann doch irritiert, dass es die FDP war, die sie zum Platzen gebracht hat.
Ich persönlich finde, dass Kompromisse nicht immer die besten Entscheidungen sind. Manchmal gehen zu viele eigene Ideale dabei verloren. Wenn man nach vier Wochen noch immer nicht in die Puschen gekommen ist, ist es ein klares Zeichen dafür, dass es einfach nicht gepasst hat, und dann sollte man den Mut haben, diese schwierige Situation zu beenden und sich für eine neue Entscheidung öffnen. Nur aus einer totalen Krise kann etwas Neues hervorgehen. Das sage ich, obwohl ich kein FDP-Wähler bin und auch nie werde.

Über die Worte: „Lieber nicht regieren als falsch regieren“ muss ich etwas grinsen. Falsch regieren, wie geht das denn, bitte schön? Aber ich verstehe schon, man muss die Worte einfach wählen, dann wird man auch gerne zitiert. So haben es Sätze wie „Yes, we can“ oder „Das Runde muss in das Eckige“ in die Medien geschafft.
In diesem Sinne das Lieblingszitat meines Vaters: „Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch zu irgendetwas gut wäre.“

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