Donnerstag, 26. Januar 2012

Nationalpark Teutoburger Wald

Seit mehr als einem Jahr bestimmt die Diskussion um den Nationalpark Teutoburger Wald unsere Region.
„Für unser Naturerbe - Nationalpark jetzt“ versprechen die Plakate.
„Nationalpark - nein danke!“ verkünden die Schilder, die die Bauern auf ihre Felder gestellt haben.
Demos, Leserbriefe und Podiumsdiskussionen sind an der Tagesordnung. Gutachten gibt es dafür und dagegen. Das Thema erhitzt die Gemüter.
Dabei ist es längst nicht mehr möglich, sich ein eigenes Bild zur Lage zu machen. Dazu ist die Diskussion viel zu emotional geworden. Und wie immer zeigt sich, dass jeder seine eigenen Interessen im Blick hat. Da kämpfen die Holzbauern und  Jäger auf der einen Seite, die Hoteliers und Gaststätten auf der anderen Seite. Jeder verteidigt platzhirschgemäß sein Revier.
Besonders präsent ist unser lippischer Prinz. Er ist der Hausherr eines großen Waldgebietes. Und natürlich ist er nicht bereit, seine Flächen zur Verfügung zu stellen. Muss er doch schon hinnehmen, dass das gemeine Fußvolk durch seine Wälder wandert oder sein fürstliches Schloss besichtigt. Jetzt auch noch auf die Jagd verzichten zu müssen? Tsss! Das wär`s ja wohl! Wo sich doch ein Zwölfender so gut über dem fürstlichen Kaminsims macht!
Es ist wohl der Zahn der Zeit, dass individuelle Interessen höher bewertet werden, als ein gemeinsames zukunftsorientiertes Projekt.
Ich übrigens habe weder Vor- noch Nachteile von einem Nationalpark, aber ehrlich gesagt, ich  wäre furchtbar stolz, wenn ihr alle sehen würdet, dass wir hier in Ostwestfalen noch mehr zu bieten hätten, als den ostwestfälischen Nieselregen!


(Foto: Externsteine, Teutoburger Wald) 

Kommentare:

  1. Und dabei ist die Gegend so hübsch! Aber es gibt halt nie Projekte, die nur Vorteile haben...

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  2. Falls es mal eine Unterschriftenliste zum Nationalpark Teutoburger Wald geben sollte-ich wäre dabei!

    Christa

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