Montag, 31. Januar 2011

Die Orte meiner Bücher

Die Orte, an denen meine Bücher spielen, kenne ich gut. Oft habe ich dabei Bilder von Orten vor Augen, in denen ich gelebt habe. Da zählt es sich endlich mal aus, dass ich schon so oft in meinem Leben umgezogen bin. 
Manchmal nenne ich die Orte mit ihren Namen, manchmal kontruiere ich einen Fantasienamen, der sich aber sehr real anhört.

Die Entscheidung, ob ich einen realen Namen oder einen Fantasienamen suche, ergibt sich aus der Situation. Wenn an diesem Ort schlimme Dinge geschehen, (Sarah im Buch "Im Chat war er noch so süß" wird dort gefangen gehalten) konstruiere ich einen Ortsnamen. Wenn dort aber der Alltag des Protagonisten stattfindet, wird der Name einer Stadt genannt, die es auch im realen Leben gibt. Durch das Schreiben wird mir selbst die Erinnerung an mein Leben in diesem Ort wieder ganz lebendig.  

"Das Diebesnest" spielt zum Beispiel in Neuenbeken, einem kleinen Dorf bei Paderborn, in dem ich eine Zeitlang gewohnt habe. Und natürlich wohnen die Kinder der Geschichte genau in diesem Haus, in dem auch ich lebte. Ich kenne ihren Weg zur Bushaltestelle, den Weg durch das Dorf und den Weg zu ihrem Geheimversteck an den Bahnschienen.
Oft, wenn ich durch den Ort kommen, denke ich an meine Protagonisten. Und dann bilde ich mir ein, sie dort hinter der Häuserfassade in ihren Zimmern sitzen zu sehen.

Kommentare:

  1. Liebe Annette,

    Ein sehr spannendes Thema! Ich merke immer wieder, ich tue mich sehr schwer damit, ein reales Gebäude in eine Geschichte miteinzubeziehen, weil ich Angst habe dadurch ungewollt eine Bindung zu den momentanen Bewohnern aufzubauen... Deshalb vermied ich bislang dieses Thema.*g*

    Wenn du eine reale Ortschaft, ein reales Dorf oder Stadt mit einbaust, suchst du dir dann auch immer eine existierende Straße und ein existierende Haus dazu, oder wählst du auch Eigenkreation aus?

    Herzlichst mirjam

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  2. Das Haus, das ich mir dann aussuche, steht nicht wirklich in dieser Straße, es gibt es aber, nur eben an einem anderen Ort. Aber jeder arbeitet anders. Für dich ist vielleicht eine Eigenkreation viel schöner.
    Gruß Annette

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  3. Die Orte noch einmal zu besuchen, an denen eine GEschichte spielt, kann sehr dabei helfen, alles "richtig hinzubekommen" - meistens ist es sehr inspirierend. Andererseits hilft das Reisen in der Fantasie auch dabei, Orte kennenzulernen, an denen man noch nie war...

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