Sonntag, 8. Mai 2011

Muttertag

Seit vielen vielen Jahren habe ich den Muttertag abgeschafft. 
Oft begann er in der Früh mit Flötenspiel morgens um 5, mit Versuchen, den Tisch zu decken, die kläglich scheiterten, mit Tränen und Streit. 
Als mir einer meiner Söhne in der Schule eine Blume aus Holz sägen musste, und sie zum Entsetzen des Lehrers in schwarzer Lackfarbe anmalte, hatte ich Erbarmen mit meinen Kindern und schaffte diesen Tag ab. Seitdem verläuft der Muttertag friedlich und ruhig, und wenn das Wetter so traumhaft ist wie heute, ist er auch so ein Geschenk an mich.

Jetzt, wo die Kinder erwachsen sind, schleicht sich der Muttertag aber doch wieder in mein Leben. Die Kinder schicken Blümchen oder rufen an.
"Hallo Mama, hier ist dein Muttertagsgedicht", dröhnt es fröhlich durch den Hörer. "Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König."
"Toll", sagte ich gerührt. "Ist aber nicht von dir, oder? Habe ich glaube ich schon mal gehört."
"Echt? Naja, wenn es dir nicht gefällt, kann ich auch auf der Blockflöte spielen..."
So viel Kreativität muss dann aber doch nicht sein. 
Es gibt ja auch im nächsten Jahr wieder einen Muttertag...

Kommentare:

  1. liebe Mutter,
    so stimmt das aber nicht! Ich habe dir heute ein sehr schönes Gedicht aufgesagt:

    Als ich heute aufgewacht,
    habe ich sogleich gedacht,
    dass heut der Tag der Mutter ist.
    Wehe, wenn man das vergisst!
    Doch ich hab es nicht vergessen,
    spreche mein Verslein ganz gemessen.
    Kurz ist’s, und ich komm zum Schluss:
    Mutti, du kriegst einen Kuss!

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  2. Haha, Benny, grüß dich! Ja, dein Gedicht war erste Sahne!
    Gruß Mama

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  3. danke euch beiden!
    Hab schmunzeln müssen!
    Und wer ein Gedicht kriegt, ist Königin!
    Lieben Gruss
    Gabriela

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  4. Liebe Annette und lieber Benny,

    wunderbar, wenn man an solchen Gesprächen teilhaben darf.;)
    Ein tolles Gedicht! Ich bekam von meinem Ältesten eine selbstgemalte Manschaftsaufstellung vom Fußball - arrrggh!

    Liebe Grüße
    Nikola

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