Montag, 3. Oktober 2011

Durchhalten


Es ist ein aufregendes Gefühl, mit einer Geschichte zu beginnen. Eine Idee spukt einem im Kopf herum, wird immer konkreter. Personen gesellen sich hinzu, treten miteinander in Kontakt. Man beginnt zu  recherchieren, zu gliedern, zu plotten und schließlich zu schreiben. Der Anfang hat immer einen großen Zauber. 

Doch wenn der Anfang steht, wenn man weiter und weiter schreiben muss, Kapitel für Kapitel, wird das Schreiben mühsamer.
Der Wunsch, das alles abzubrechen, um eine ganz andere neue Idee zu verfolgen, sitzt einem immer wieder im Nacken. Oft wird man von Zweifeln geplagt, weiß nicht, ob letztendlich alles zueinander passt, ist unsicher, ob es gut geworden ist, ob der Text das Herz der Leser berührt.
Das alles auszuhalten und trotzdem weiter zu machen, ist die größte Schwierigkeit. Aber wenn man jetzt alles hinwirft und von neuem anfängt, ist man irgendwann auch mit der neuen Geschichte wieder an diesem Punkt.
Diese Phase des Durchhaltens ist eine Wanderung durch die Wüste.
Im Moment befinde ich mich auf diesem Weg und hoffe, dass das Wasser bis zur nächsten Oase reicht. 

(Foto: Bahia, Brasilien)

Kommentare:

  1. Oh, von Wüstenwanderin zu Wüstenwanderin: lass uns gemeinsam weitergehen und die Oase suchen.

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  2. Oooooh ja. Mir fehlen im Moment vielleicht noch 10.000 Worte (aus der Mitte - WTF? *g*), und ich würde am liebsten die Datei einmotten und etwas ganz neues machen... was mir schon so lange im Kopf herumspukt, dass es eigentlich auch nicht mehr neu ist... *SEUFZ*

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  3. Habe extra ein Foto gewählt, bei dem noch Platz genug im Wagen ist.

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  4. Gute Fahrt zu alten und neuen Geschichten;)

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