Donnerstag, 14. März 2013

Der neue Papst




Nun haben wir also wieder mal einen neuen Papst. Hört und liest man die Stimmen der Medien, ist von einer mutigen Wahl die Rede. Ein volksnaher Papst soll er sein, ein positiver Impuls für die Weltkirche. Und wie viele Hoffnungen knüpfen die Katholiken an ihn. Dass er den Frauen in der Kirche mehr Rechte einräumt, dass er sich der Ökumene öffnet, dass er radikale Aufklärung des sexuellen Missbrauches in den kirchlichen Institutionen fordert, vielleicht sogar das Zölibat in Frage stellt und die Homo-Ehe anerkennt. 
Doch seien wir ehrlich, es reicht ein Blick in die Messe mit den Kardinälen, die am Konklave teilnehmen dürfen, dann weiß man doch schon: von dieser seltsamen Altherrenriege in den roten Mäntelchen mit dem Deckelchen auf dem Kopf wird niemals eine spürbare Veränderung ausgehen. Die Reförmchen sind innerhalb der eigenen kleinen Welt vielleicht als Veränderung wahrzunehmen, doch unsere Welt hier draußen berühren sie nicht. Und da, alle Achtung, hat sich die katholische Kirche mit ihrer Verfahrenswahl so abgesichert, dass niemals eine wirkliche Veränderung geschehen wird.  

(Foto: Avignon)

Kommentare:

  1. Warten wir es ab liebe Annette, was er bringt. Auf jeden Volksnah ist er, aber auch sehr konservativ.

    Liebe Grüße
    Angelika

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  2. Der Kirche und den Männern im roten Mäntelchen werden auf Dauer die Schäfchen davon rennen, was zur Folge hat, dass deren Macht schwindet (was ich nicht bedauere).

    Über den neuen Papst habe ich gelesen, dass er die Homoehe als Teufelswerk bezeichnet. Ich glaube nicht an eine Erneuerung der Kirche. Und schon gar nicht an die Erneuerung der katholischen Kirche...

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  3. Ich glaube ja, dass die römische Kirche schon so festgefahren ist, dass sich da so schnell nichts tun wird. In unserem Teil der Welt ist es den meisten kritischen Leuten sowieso egal uns sie kehren der katholischen Kirche den Rücken. Da wird es keinen neuen Luther mehr geben, der irgendwelche Reformen versucht, sondern der wird einfach woanders sein eigenes Ding machen. In anderen Teilen der Welt ist die katholische Kirche hingegen noch sehr stark vertreten.
    Von daher finde ich es immerhin gut, dass erstmals überhaupt ein Südamerikaner die Leitung übernimmt so eventuell die Sichtweise nicht mehr so europazentriert bleibt.

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  4. Einer, der alle, die sich nicht Gott hinwenden automatisch dem Teufel zuordnet und die Homoehe für ein Teufelswerk hält, kann die Welt nicht verändern. Nicht einen Millimeter.

    Der ganze Hype um diese Papstwahl und das Hurrageschrei, bevor der Mann auch nur angefangen hat, Papst zu sein, ist typisch für eine Zeit, in der auch ein amerikanischer Präsident den Friedensnobelpreis erhält, bevor er überhaupt so richtig im Amt ist.

    Wir leben im Zeitalter der Massenhysterie und der Hyperventilierberichterstattung. Es wäre wahrlich Zeit für eine Veränderung. Aber die bringt uns nicht dieser Papst, die müssen wir selbst herbeiführen, indem wir unsere eigenen Leben bewusster leben und uns uns nicht von diesen modernen Arten von "Gebt ihnen Brot und Spiele" blenden lassen.

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