Dienstag, 30. November 2010

Tür an Tür mit einem Berg

Ist das eine Schriftstellerkrankheit, oder geht es anderen Menschen auch so. 
Denkt ihr auch immer bei Orten, Häusern oder besonderen Landschaften: Wie würde es mir gehen, wenn ich hier wohne?
Bei meiner Reise in die Schweiz fiel mir auf, dass ich mich noch nie mit dem Gedanken auseinander gesetzt hatte, wie man sich wohl fühlt, wenn man neben einem riesigen Berg wohnt. Neben so einem schneebedeckten Watzmann, der in der Sonne glitzert.

Dann stieg ich zu einer Lesung in Bubikon aus und war echt beeindruckt von den Bergen, die so dicht waren, dass man sie sozusagen als Hausnachbarn hatte. 
(Leider ist dieses Foto gar nicht schön. Ich habe es in aller Hektik auf dem Weg zum Bahnhof gemacht). 
Wie fühlt man sich, wenn die Berge so dicht sind? 
Will man dann jeden Tag so einen Berg erklimmen?
Kann man das überhaupt? 
Erlebt man den Berg als Grenze oder als Weite? 

Ich war jedenfalls hin und weg.
Umso mehr erstaunte mich die Tatsache, dass sich die Lehrer und Schüler eine Lesung aus dem Chatbuch wünschten, da sie eine Woche zur Internetsicherheit vorbereiteten.
Ich fragte verwundert: "Chatten die denn hier auch? Warum denn? Warum stehen die denn nicht den ganzen Tag am Fenster und schauen auf die Berge?"
Darauf der Lehrer lächelnd: "Bei uns heißen auch nicht alle Mädchen Heidi."

Heißen sie nicht? 
Oh!

Kommentare:

  1. Liebe Annette,

    Du warst in Bubikon?! Nein, ich wohne nur ein paar winzige Kilometer davon entfernt...
    Die Berge sind dieselben die meinen Horizont säumen. Mit jedem weiteren Tag, den ich nah bei den Bergen verbringe, werden sie noch ein Stückchen alltäglicher und selbstverständlicher. Gut, mein Mann möchte die Berge erklimmen, mir reicht das Betrachten.

    Ich musste bei deinem Bericht laut lachen. Also meine Nachbarin heisst Heidi, ist aber die einzige Heidi weit und breit in meinem Bekanntenkreis ;)

    liäbi Grüässli von einer Nicht-Heidi-heissenden-Schweizerin

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  2. LOL. Ich bin umzingelt von Bergen und finde sie wunder- wunderschön. Aber erklimmen muss ich sie nicht unbedingt :-)

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  3. Ach Mirjam, da hätten wir uns wirklich auf einen Kaffee trinken können.
    Interessant, was ihr über eure Berge erzählt. Ich hätte auch gerne so einen Ausblick!
    Annette

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  4. Liebe Annette,

    da meine Mutter Österreicherin war, kenne ich die Berge zu genüge. Ich musste sie alle erklimmen - stöhn.
    Aber Du hast recht, es ist ein herrlicher Anblick!
    Liebe Grüße
    Nikola

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