Mittwoch, 11. April 2012

Wenn mich die Muse küsst



Die Muse küsst mich in der Regel völlig unerwartet. Plötzlich fällt sie über mich her, wickelt mich in eine Idee ein, spinnt weitere Fäden. Manchmal erwischt sie mich in der Bahn, gerne beim Autofahren, in der Badewanne, beim Spazierengehen oder im Konzert.
Es gibt  Autoren, die in so einem Fall ein Büchlein bei sich tragen. Das zücken sie dann und bringen ihre Idee zu Papier. Eine lobenswerte Idee.
Ich gehöre zu den seltenen Exemplaren von Frauen, die gar keine Handtasche besitzen. Darum  habe ich keinen Platz für ein Notizbüchlein, noch nicht einmal für einen Stift. Die einzige Möglichkeit, meine Idee zu notieren, bietet mir mein Handy.  Das trage ich in der Regel in meiner Jackentasche bei mir. Und da mir mein Handy auch als Wecker dient, liegt es auch auf dem Nachtisch an meinem Bett.
Mein Handy verfügt über eine Tastatur und über einen fiktiven Notizzettel. Hier notiere ich mir meine Ideen, manchmal sogar ganze Exposés oder kurze Szenen. 
Schon schlaflose Nächte habe ich damit verbracht, etwas aufzutippen. Danach lässt es sich so wundervoll schlafen.
Eine Ausnahme  habe ich seit einiger Zeit. Alexandra vom Nachbarblog Wortschmied hat mir ein richtig reales und dazu wunderschönes Notizbuch geschenkt. Es liegt im Handschuhfach meines Autos. Das in Gebrauch zu nehmen, fühlt sich noch seltsam und neu an. Aber das ist ein schönes Gefühl.

(Foto: Bern)

Kommentare:

  1. Liebe Annette,
    mir kommen die besten Ideen immer unter der Dusche... da taugt leider weder das Handy noch ein Notizbuch, um die Hirngespinste aufzunehmen.
    Ich habe eine zeitlang aufgehört, handschriftliche Notizen zu machen, aber bis ich dann am Computer sass, hatte die Hälfte schon wieder verflüchtigt. Deswegen greife ich jetzt auch wieder meistens zu Papier und Stift... mittlerweile habe ich aber überall angefangene Notizbücher, -Blöcke und Fresszettelchen herumliegen, was auch wieder für (kreatives) Chaos sorgt. :-)
    Wie schön, dass das Notizbuch jetzt Deine Ideen aufnehmen darf, das freut mich so sehr!
    Alles Liebe und einen schönen Mittwoch,
    Alexandra

    PS: Ich freue mich total, dass Du mich auch auf der "neuen" Seite wieder besuchst!

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  2. Dusche - das ist ja nur blöd. Da sollte man die Ideen halblaut vor sich hin murmeln, bis man abgetrocknet ist.

    Und was deine Seite betrifft - mein Blogspot hatte es mir in den letzten Wochen schwer gemacht. Nun ist das kleine Werkzeug an den Seiten wieder da!

    Gruß Annette

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  3. Liebe Annette,

    die besten Ideen kommen mir immer bei der Gartenarbeit oder beim Spazierengehen. Auf das Handy zu tippen habe ich noch nicht versucht, ist etwas umständlich.
    Man denkt sich: Tolle Idee, die vergisst Du nie! Und nur wenige Minuten später ist sie im Nirwana verschwunden. Ein Notizbuch ist also unersätzlich.
    Aber man sollte dankbar für jeden (Musen-) Kuss sein, sei er auch noch so flüchtig.:)

    Liebe Grüße
    Nikola

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  4. Oh ha, da entdecke ich mich wohl auch wieder, auch wenn Zettel & Stift für meine Skizzen unersätzlich sind :) Gestern Nacht erst hatte ich eine plötzliche Inspiration, als ich nochmal auf Toilette musste, das Licht anknipste & vor meinem Bett eine dicke Spinne auf mich wartete ;) Nachdem das Herzklopfen abgeklungen war, krizelte ich meine Idee für eine große Spinnen- Installation aufs Papier... ab sofort liegt auf meinem Nachtisch ein Skizzenbuch, vor allem um gegen einen erneuten Spinnenangriff gewappnet zu sein, denn gestern ist sie mir entkommen ;)
    Lieben Gruß, Miriam

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