Mittwoch, 17. April 2013

Reise ohne Läppi




In zwei Stunden breche ich zu einer Lesung in den Westerwald auf. Ich fahre mit dem Zug und da ich vielleicht um meine Anschlusszüge laufen muss, packe ich meine Tasche minimalistisch. Jedes Teil drehe ich dreimal um, überlege, ob ich es wirklich brauche. Da kommt die Dauergretchenfrage: Ersatzhose, ja oder nein. Zugegeben, mir ist noch nie eine Hose unterwegs zerrissen, aber das lag bestimmt daran, dass ich eine Ersatzhose dabei hatte. Also kommt sie mit. Regenjacke? Nein. Ich verlasse mich einfach mal auf den Wetterdienst. Aber meine Bücher für die Lesungen müssen natürlich mit, außerdem Wäsche, Kulturbeutel, E-Book-Reader, MP3-Player, was zu schreiben, mein Laptop… Plötzlich wiegt der Rucksack viel zu viel. Lässt sich kaum noch schließen. Ich packe neu, ringe eine Weile mit mir. Und nun – seufz – beschließe ich, auch noch meinen Laptop zu Hause zu lassen. Ein bisschen ist es, als wenn ich mein Kind zurück lasse. In guter Obhut zwar, aber die Trennung fällt schwer. Naja, ist ja nur für eine Nacht – seufz!

Kommentare:

  1. Ja liebe Annette, es ist schnell eingepackt und viel zu viel, eine Nacht gehts bestimmt ohme Läppi, oder?

    Liebe Grüße und gute Fahrt
    Angelika

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  2. Da würde ICH vermutlich eher die Ersatzhose daheim lassen als den Läppi.

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  3. Laptop-fasten, sehr löblich :-) Als nicht Laptop-Besitzer lässt das leicht sagen. Aber ich schätze, du hast es super geschafft - und alle Anschlusszüge hoffentlich auch :-)

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