Freitag, 7. Dezember 2012

Auf der Überholspur





Fünf Seiten pro Tag heißt meine Devise bei einem Roman. Das heißt natürlich nicht, dass ich täglich nur fünf Seiten schreibe. Ich arbeite oft an verschiedenen Projekten gleichzeitig. Aber fünf Seiten täglich an einem zusammenhängenden Text zu schreiben, finde ich immer ein  gutes Maß.
So hatte ich mir meinen neuen Roman gut eingeteilt: Gestern fünf Seiten, heute natürlich auch, das Wochenende frei, dann Montag und Dienstag noch mal. Und dann wäre die Erstfassung erst mal geschafft.
So haute ich gestern zunächst zögernd, dann etwas flotter in die Tasten, schrieb mich warm, kam zum Spannungshöhepunkt und kriegte einfach nicht die Kurve, aufzuhören. Ich dachte immer noch:  Ist gut jetzt. Es reicht. Geh noch ein bisschen nach draußen. Das Wetter ist so schön.
Aber meine Finger flogen weiter über die Tastatur. Ergebnis: 15 Seiten in Folge. Jetzt bin ich total erledigt, mein Handgelenk schmerzt und das Ende des Romans ist so verdammt nahe gerückt, dass es mich richtig wehmütig stimmt. 

(Foto: Route 66, USA)

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