Dienstag, 18. Dezember 2012

Geschichten für Menschen mit Demenz




Im Januar wird der Verlag an der Ruhr sein pädagogisches Programm um die Altenpädagogik erweitern. Wunderschöne Bücher werden entstehen, und by the way, man muss nicht erst alt werden, um sie zu lesen.
Anfang des Jahres erhielt ich vom Verlag die Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, Vorlesegeschichten für ältere Menschen, vor allem aber Menschen mit Demenz zu entwickeln. Die Idee klang spannend, und so sagte ich interessiert zu.
In der Teambesprechung wurde uns schnell klar, dass die Geschichten nicht kindlich und erst recht nicht kindisch sein sollten. Vielmehr sollten die Geschichten das Leben alter Menschen aufgreifen, Gesprächsanlässe bieten und Demenzkranken helfen, sich zu erinnern. Sie sollten von Kindheits- und Jugenderlebnissen, von Dorfereignissen oder Alltagsgeschehen handeln. Und, auch das war wichtig, sie sollten positiv geschrieben sein.
Zu jeder Geschichte erfolgen Fragen, die den Inhalt vertiefen oder die Erlebnisse auf eine persönliche Ebene übertragen können.

 
Mit kam beim Schreiben der reichhaltige Erinnerungsschatz meiner Familie und ihre Liebe zum Erzählen zugute. Mein Vater, meine Tante Hanna, mein Onkel Gustav und sogar meine Tante Ilse gruben tief in ihren Biographien und wussten viel zu erzählen. Eigentlich war es überwiegend meine Aufgabe, aus der Flut an Erinnerungen eine Geschichte zu machen. So haben viele meiner Geschichten eine wahre Begebenheit zum Inhalt.
Die Geschichten wanderten wie keine anderen Texte von mir zuvor durch die Verwandtschaft und wurden mit Ergänzungen und  Rückmeldungen versehen.
Im Januar werden die Bücher nun erscheinen. Ich selbst werde wahrscheinlich die erste sein, die einen großen Stapel kauft und an all die netten Mithelfer verteilt.
Es gibt übrigens in dieser Reihe einen dritten Band, der von meiner lieben Kollegin PetraBartoli-y-Eckert  geschrieben wurden. 

Kommentare:

  1. Eine sehr gute Idee. Aber der Untertitel "für Menschen mit Demenz" gefällt mir nicht. "5-Minuten Vorlesegeschichten" hätte gereicht.
    Gruß, Kalinka

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  2. Wow, ich glaub ich überlasse das mit dem Buchschreiben doch besser denen, die's wirklich können.

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  3. Hallo Kalinka, ich kann das gut verstehen, was du sagst, und das war auch meine Meinung. Ich bin dann aber davon überzeugt worden, dass gezielt genau nach den Begriffen Vorlesegeschichten und Demenz gesucht wird.

    Und Flohnmobil, was soll ich besser können, als du? Dein Blog ist doch total unterhaltsam!
    Gruß Annette

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  4. Hallo ich weiß nicht ob das hier noch jemand liest, aber ich hab euer Buch letztens im Unterricht gelesen und mir ist es ähnlich ergangen wie dir Matthias und ich heiße zufälligerweise übrigens Mathies, aber das nur so nebenbei erzählt. Naja was ich eigentlich sagen wollte ist das ich mich sehr darüber gefreut hab das du es jetzt besser hast als früher und bei mir ist es auch schon besser geworden bin jetzt auch schon 17 und in ein Jahr kann ich endlich in meine eigene Wohnung ziehen. Es macht mich echt traurig zu sehen das es so viele Kinder gibt die es so schwer im Leben haben und von heim zu Heim ziehen müssen und am Ende wird man als verrückt oder sowas bezeichnet, obwohl es die Eltern sind die den Fehler begangen haben. Ich weiß wie es ist ständig geschlagen zu werden und mein Vater hab ich auch fast nie gesehen, ich musste auch ständig umziehen und die Schule wechseln weil ich Probleme mit anderen Schülern hatte und als ich dann in einer Wohngruppe war wurde ich weiter schlecht behandelt von den Betreuern. Aber sowas wird es wohl immer wieder geben. Ich will damit nur sagen gib nie auf und Versuch dein eigenes Leben zu führen und die ganzen Sachen hinter dir zu lassen, auch wenn das manchmal ziehmlich schwer ist. Ich hoffe es geht dir weiterhin besser wir schaffen das schon irgendwie :)

    Mfg Mathies

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