Dienstag, 21. Mai 2013

Pfingsten im Moor




O schaurig ist's übers Moor zu gehn,
Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
Sich wie Phantome die Dünste drehn
Und die Ranke häkelt am Strauche,
Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
Wenn aus der Spalte es zischt und singt,
O schaurig ist's übers Moor zu gehn,
Wenn das Röhricht knistert im Hauche!
Das Gedicht „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff fiel mir prompt bei unserem Moorspaziergang wieder ein, aber ich kriegte es nicht mehr zusammen. Wie gut, dann das Smartphone dabei zu haben und zitieren zu können.
Das Moor hat wirklich seine unheimlichen Seiten, und man kann sich gut vorstellen, dass zwischen den Wegen Pferde, Kutschen, Mann und Maus mit Sack und Pack verschwunden sind. Aber gerade dieses Schaurig-schöne hat einen ganz besonderen Reiz.
An diesem langen Pfingstwochenende haben wir den neuen Wohnort unseres ältesten Sohnes und seiner Familie erkundet. By the way konnten wir natürlich auch Enkel Timmy wieder sehen und so viel knutschen, wie er zugelassen hat… (War nicht so viel. Kinder schützen sich ja gerne mit allen Mitteln vor diesen übergriffigen Knutsche-Omis …) Aber er hat mit uns das Moor erkundet und hin und wieder unsere Schultern zum Ausruhen benutzt. Dabei hat er abwechselnd Siggis Kopf mit fröhlichen Klopfmassagen versehen und meine Haare zu einer ganz neuen Frisur sortiert. 

 

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