Freitag, 27. Juli 2012

Nur 28 Kilometer



In diesem Rucksack steckt unser Kanu. Doch auch wenn es transportabel ist, braucht man immer jemanden,  der einen an einen Fluss bringt, oder von einem Zielort abholt.
Wir fragen einen Altfreak auf dem Campingplatz. Er ist bereit, uns an einen bestimmten Ort der Allier zu fahren. Mit seinem Uraltwagen brettert er über die Autobahn.  Dabei erzählt er über seinen Stress, die Krankheiten und  seine Familie, philosophiert über das Leben im Allgemeinen und Besonderen.  Ich bin mir unsicher, ob er unser Ziel noch im Blick hat. Und tatsächlich – huch – er ist schon lange dran vorbei. Aber eigentlich kein Problem. Denn die meisten Kanufahrer setzen woanders ein. Von da sind es letztendlich auch nur 28 Kilometer zum Campingplatz zurück.
28 Kilometer? Nur ein Kanufahrer weiß, dass das eine Tagesreise bedeutet.  Der Freak  bringt uns ans Ufer der Allier, wünscht einen schönen Tag. 
Wir sagen uns immer wieder, dass das mal eine besondere Herausforderung ist, bauen im Schatten der Bäume das Boot auf und starten.
Die Allier hat die Dynamik des Lippspringer Ententeiches. Kurzum, sie fordert unsere ganze Muskelkraft, um voran zu kommen. Wir haben nur zwei kleine Flaschen Wasser und zwei Brötchen dabei, die wir gut einteilen.
Aber es gibt auch wunderschöne Momente:  Tolle einsame Badestrände, eine fast unberührte Natur und totale Stille.
Die Sonne geht schon unter, als wir am Campingplatz ankommen. Das Bier zischt auf der Zunge…





(Foto: An der Allier)

Kommentare:

  1. Hallo Annette
    Ihr erlebt ja tolle Abenteuer und Herausforderungen in Euren Urlaub. Das danach das Bier gezischt hat glaube ich gerne.
    Weiterhin schöne Urlaubstage und viel Spass.
    Liebe Grüße
    Angelika

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  2. ...das ist so ein Erlebnis, liebe Anette,
    von dem man auch in Jahrzehnten noch spricht...weißt du noch?...schön...

    lieber Gruß von Birgitt

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