Donnerstag, 12. Juli 2012

Sicherheit hat seinen Preis



Nun ist es amtlich. 2014 endet mein Beamtenverhältnis. Mehr als 12 Jahre darf man sich nicht beurlauben lassen. Dann fällt die Entscheidung: Beamter, ja oder nein. Jein gilt nicht.
Kein Problem, dachte ich immer. Steige ich halt aus, und wenn ich 65 bin, kriege ich die Restpension, die mir nach meinem unsteten Arbeitsleben geblieben ist. Leider ist das nicht so. Eine Restpension steht mir gar nicht zu, wurde mir heute erklärt. Wenn ich aussteige, wird meine Pension in eine Rente verwandelt. Mit bis zu 50 % Abzügen muss ich rechnen.
„Machen Sie das bloß nicht!“, warnt die Frau vom Beamtenbund entsetzt. „Dann war doch alles umsonst. Die fünf bis sieben Jahre kann man doch noch in die Schule gehen. Oder hassen Sie die Schule so sehr?“
Schule hassen? So ein Quatsch. Ich liebe ganz einfach meinen zweiten Beruf mehr. Das ist das Problem.
Oh wie superhyperblöde ist das denn? Was mache ich denn jetzt? 
Wie gut, dass ich zwei Jahre Zeit für die Entscheidung habe. Die brauche ich bestimmt. 

(Foto: Bunker in Kirchmöser)

Kommentare:

  1. Oha, da wünsche ich viel Weisheit bei der Auslotung aller Möglichkeiten!

    Wie ist denn die Lehrer-Situation in NRW? Wenn die in BaWü jetzt so drastisch streichen wollen, müsste bundesweit doch bald ein gewisser Überschuss entstehen und ein absehbarer "Frühruhestand" auch möglich sein, oder? Aber trotzdem wären das dann eben ein paar Jahre Schreiben auf Sparflamme. Doch der intensivere Kontakt als Lehrer mit den Schülern könnte hingegen auch viele neue Ideen bringen. usw.
    ;)

    AntwortenLöschen
  2. So genau kenne ich die Lehrersituation auch nicht. Aber Grundschullehrer gibt es eigentlich immer im Übermaß...

    Jetzt lass ich mir erst mal meine Pension ausrechnen. Wenn es eine kleine Summe ist, ist es sowieso vernachlässigbar, egal ob als Pension oder als Rente.

    AntwortenLöschen
  3. Ach, Grundschule! Die ganzen Lesungen haben mich zuerst an ältere Schüler denken lassen.

    AntwortenLöschen
  4. Annette, ich habe in letzter Zeit oft daran gedacht, dass die Zeit deiner Beurlaubung bald ablaufen müsse und weiß wohl, dass eine so genannte Nachversicherung sehr sehr ungünstig ist. Sieben Jahre sind eine lange Zeit, wenn man sie vor sich hat und sehr kurz, wenn man sie hinter sich hat. Lass' es Dir doch einfach mal ausrechnen. Vielleicht kannst du ja auch Teilzeit arbeiten...ich bin sehr gespannt, wie du das regeln wirst...
    LG
    Heidi

    AntwortenLöschen