Dienstag, 7. Januar 2014

Meet & Greet mit Wiebke Huck




Im November erreichte mich eine interessante Mail. Ob man mich für einen ganz privaten Schreibworkshop gewinnen kann, fragt eine Frau, die ich vor vielen Jahren mal bei einer Autorenlesung in Borghorst kennen gelernt habe. Ihre Tochter Wiebke schreibe nämlich seit zwei Jahren mit großer Leidenschaft Fantasy-Geschichten, und das trotz Lese-Rechtschreib-Schwäche. 
Zunächst bin ich unsicher. Bin ich überhaupt der richtige Ansprechpartner, um Geschichten zu beurteilen? Wie soll ich helfen? Was wird von mir erwartet?
Aber als mir Wiebke zwei Geschichten zuschickt und mir außerdem ganz konkrete Fragen notiert, wird die Idee deutlicher. Und so fahre ich schließlich nach Borghorst ins schöne Münsterland, um mich mit Wiebke und ihrer Mutter zu treffen.
Wiebke ist totaler Warrior-Cats-Fan, und orientiert sich bei den Geschichten, die sie mir zugeschickt hat, an dieser Katzenthematik. Auch den Schreibstil der Bücher nimmt sie auf und führt ihn weiter, was sprachlich verdammt anspruchsvoll ist. 
Ich erinnere mich an meine Schreibversuche als Schülerin, bei denen ich mich auch an Büchern orientierte, die ich über alles liebte. Bei mir waren es damals die Fünf Freude, für die ich neue Abenteuer erfand.
Das Gespräch mit Wiebke ist total angenehm. Man spürt, wie wichtig ihr das Schreiben ist und wie lebendig ihre Augen leuchten, wenn sie erzählt, wie sie die Geschichten gliedert und gestaltet. Wir haben eine ähnliche Vorgehensweise. Wiebke hat sich alles autodidaktisch erarbeitet. Sie baut die Geschichten langsam und sehr poetisch auf und steuert dann auf einen Spannungshöhepunkt zu. Auf der Schülerschreibseite Fanfiktion hat sie schon viele Geschichten veröffentlicht und bereits eine große Leserschaft gewonnen. Ich bin echt beeindruckt.
Zuletzt reden wir noch über Chancen im Autorenberuf, und wie groß die Aussichten sind, einen Verlag zu finden. Dazu kann ich natürlich nicht wirklich etwas sagen, außer, dass das Geschäft hart ist, und dass es dazu wichtig ist, einen eigenen Stil und ein eigenes Thema zu finden. Aber Wiebke ist sich ihrer Sache sicher, dass sie dabei bleiben will und das Schreiben mit ins Leben nehmen wird.
Wer sich ihre Texte anschauen mag, kann das hier gerne tun.

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