Sonntag, 11. Dezember 2011

E-Book-Cover

Auch E-Books haben Cover. So sieht meins aus. 
Es erscheint noch vor Weihnachten. 

Über den Inhalt erzähle ich ein bisschen, wenn es erschienen ist. 

Samstag, 10. Dezember 2011

Künstlerische Biografiearbeit


Verdammt, eine Fortbildung kann so gut tun!
Bewusst wählte ich keine Fortbildung im Schreiben, sondern eine, in der vor allem das persönliche Lernen im Vordergrund steht, und die erst in zweiter Linie auch dem Schreiben zugutekommt. So landete ich in einem Wochenendseminar zur Künstlerischen Biografiearbeit.
Hier saßen Menschen, die nichts mit Schreiben am Hut hatten, sondern am biografischen Arbeiten interessiert waren.
„Schreibe ein Erlebnis in fünf Sätzen auf“, hieß eine Aufgabe. 
So offen wie die Aufgabe war, so unterschiedlich waren auch die Texte, die wir dann nacheinander lasen, und die dann die Grundlage für das biografische Arbeiten bildeten. 


Müde sitze ich nun hier an meinem Schreibtisch und schreibe euch schnell diese Zeilen. Morgen geht es weiter, da muss ich früh raus! 

(Foto: Monbachtal, Bad Liebenzell)

Freitag, 9. Dezember 2011

Mit dem Auto unterwegs


In der Regel verfahre ich 30 000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto, und dabei sind die Urlaubsfahrten nicht mitgezählt.
Mein Fahrstil hat sich durch das viele Unterwegssein verändert. Ich fahre offensiver, unerschrockener, schneller. Von jemandem, der dicht auffährt und drängelt, lasse ich mich schon lange nicht mehr auf den rechten Fahrstreifen vor einen LKW zurück drängen, wie es mir früher häufiger passiert ist.
Aber die Zahl der auffahrenden, aufblendenden Raser hat sich Gott sei Dank sowieso minimiert. Die Polizei hat hart durchgegriffen, und ein Raser, der eine Zeitlang seinen Führerschein abgeben musste und zu Fuß unterwegs war, hat dann doch irgendwann dazu gelernt. Der Verkehr auf den Autobahnen ist dichter geworden. Es ist kein Platz mehr für Egoisten. So ist das Fahren auf der Autobahn zwar anstrengender, aber nicht unbedingt gefährlicher geworden.
Ich fahre gerne Auto. Okay - im Stau zu stehen oder sich über die A 44 durch das Ruhrgebiet zu quälen, ist jetzt auch nicht immer der Hit, aber in der Regel genieße ich es, allein zu sein und Radio oder eine Hör-CD zu hören. Viele spannende Bücher habe ich auf diese Weise schon entdeckt.
Gott sei Dank habe ich bis jetzt keinen schlimmen Unfall erleben müssen. Aber ich klopfte bei diesem Satz ganz schnell auf Holz, denn ich bin mir der Gefahr schon sehr bewusst. Und immer wenn ich eine längere Autofahrt hinter mich gebracht habe, bin ich dankbar und froh, heile angekommen zu sein. 

(Foto: Havelland)

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Freilingrathschule die Zweite


Heute war ich nun einen zweiten Tag an der Freilingrathschule in Witten.
Die Freilingrathschule ist eine ausgesprochen schöne Schule. Allein der Bau ist sehenswert:  Von außen ein typisches Schulgebäude der Jahrhundertwende mit roten Backsteinen und großem Eingangsportal, von innen dagegen eine Villa Kunterbunt mit großen Fenstern und bunten Wänden. So fühlte ich mich gleich wohl.
Auch der Schulalltag war mir schnell vertraut:  das kreative Chaos im Lehrerzimmer, das Fußballspielen auf dem Schulhof, der Duft nach Pizza aus der Schulmensa.

Da ich in fast allen Klassen zu einer Lesung eingeladen war, kannten mich  heute viele Schüler. Das machte die Lesungen aufgeschlossener und die Gespräche persönlicher.
Nochmals herzlichen Dank für die freundliche Einladung. 

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Lesung in Witten


 Dies hier ist die Freiligrathschule in Witten-Annen. Heute und morgen bin ich an dieser Schule zu Gast und lese in allen Jahrgangsstufen von der Klasse 5 bis zur 10. 



Bei so unterschiedlichen Altersgruppen kann ich gut zwischen meinen Büchern hin und her switchen und auch mal die Schüler entscheiden lassen. 


Der Tag hat auch private Teile. Mittags sitze ich mit Schülern bei Gulaschsuppe in der Mensa und rede über Berufsideen. Die Schüler sind herzlich und offen.

Genial ist auch mein Hotel - so richtig originell anthroposophisch.  

Dienstag, 6. Dezember 2011

Die wahre Inspiration


Ich liebe es, Gesprächen zuzuhören. Sie sind die wahre Inspiration.
Hier mein neustes.
Zwei Männer im Gespräch im Frühstücksraum eines Hotels.
Der eine: Meine Frau will ja immer einen Baum. So`nen richtigen.
Der andere: Meine auch. Aus`m echten Wald, sacht Se immer.
Der eine: Obwohl - diese Dinger aus China sind doch ökologisch viel wertvoller. Kosten nix und kann man jedes Jahr verwenden.
Der andere: Genau. Aber dann kommt Se damit: Der riiiieeecht doch gar nich.
Der eine: Obwohl - bisschen Fichtennadelspray dran. Und gut is.
Der andere: Seh ich auch so.
Der eine: Fraun.
Der andere: Echt.
(Wie gut, dass sie so quengelige Frauen haben! Denn irgendwie hatte ich das Gefühl, sie fanden auch `n echten Baum schöner.)

Montag, 5. Dezember 2011

In Sachen Familie


Wenn ein Baby im Freundes- und Familienkreis auftaucht, ist es Mittelpunkt, ohne es zu wollen. Die Stimmen werden leiser, das Piepsen des Handys bleibt unbeachtet. Behutsam wird es von Arm zu Arm weiter gereicht.
Beim einen löst es Erinnerungen aus, beim anderen Überraschung über ein unbekanntes Gefühl, immer aber ist es ein stilles Staunen. 

Ein turbulentes Familienwochenende geht zu Ende. Kuchenpakete werden gepackt. Ein letzes Umarmen und Winken. Dann brummt die Waschmaschine.
Bleibt die Sorge, dass alle gut zu Hause ankommen.

Samstag, 3. Dezember 2011

Als Omi in Aktion


An diesem Wochenende habe ich wenig Zeit zum Bloggen. Bin als Omi in Aktion. Ich sage euch, das ist ein herrlicher Job. Man kann kuscheln und knutschen und Fläschchen geben, und wenn das Mäuschen stinkt und heult kann man es einfach wieder abgeben.
Vielleicht gibt es ja demnächst mal „Deutschland sucht die Superomi.“ Auch der gute Dieter kommt ja langsam in die Jahre, darüber können auch die jungen Blondis neben ihm nicht hinwegtäuschen. Dann bewerbe ich mich vielleicht. (Aber nur ganz vielleicht!)

Freitag, 2. Dezember 2011

Ein Exposé ist wie ein Bild


Ein Exposé ist ehrlich gesagt eine schwierige epische Form der Literatur - wenn man es überhaupt so nennen kann. Auf nüchterne Weise muss man den Inhalt seines neuen Buchprojektes auf wenigen Seiten vorstellen. Dabei verzichtet man auf Spannung und Dialoge, noch nicht mal einen klitzekleinen Witz sollte man reißen.

Ein Handlungsverlauf eines hundert Seiten Buches auf zwei Seiten zu reduzieren ist etwa so schwierig, wie einen Bestseller zum Thema „Farbe beim Trocknen zuschauen“ zu schreiben. Alle Morde, alle Liebesaffären, alle zufälligen Begegnungen und Wiederbegegnungen, alle Höhen und Tiefen des Lebens stehen so dicht beieinander, dass sie schlicht und einfach total unrealistisch wirken.
Gleichzeitig ist es so furchtbar wichtig, ein gutes Exposé zu schreiben, denn es ist sozusagen die Eintrittskarte. Der Verlag entscheidet in der Regel auf Grund des Exposés, ob das Manuskript für ihn interessant sein könnte.
Ehrlich gesagt, wenn ich mir meine alten Exposés anschaue, aus denen ein Buch geworden ist, wundere ich mich oft. Sie klingen meist dürftig und unrealistisch.
Das Exposé für meinen neuen Klar-Roman ist aber schon durchgewinkt und nur geringfügig verbessert worden, einige Stellen sind sogar ausdrücklich mit „gut“ vermerkt worden. Wahrscheinlich haben sie beim Verlag das Vertrauen in mich, dass ich aus diesem wortkargen Gebilde letztendlich doch ein Buch zustande bringe. 

Übrigens: diese Maler habe ich in Barcelona fotografiert. Heimlich, leider. Ich hoffe, er nimmt es mir nicht übel. 

(Foto: La Ramla, Barcelona)

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Erkannt


„Halt mal still!“, ruft mein Mann und richtet die Kamera seines Tablett-PCs auf mich. Es sieht ein bisschen lächerlich aus… aber ich kenne ja diesen technischen Schnickschnack.
Gerade hat er nämlich ein neues Erkennungsprogramm installiert. Wenn man es auf einen Tisch richtet, sagt es „Tisch“, wenn man es auf das Handy richtet, sagt es „Nokia Smartphone E 72“, und angeblich sagt es „Kölner Dom“, wenn man es auf diese diverse Kathedrale in Köln richtet. Aber das können wir jetzt nicht ausprobieren.
Nun bin ich also das Experiment. Ich halte still und grinse in die Kamera -  und was sagt das Programm: „Lara Croft“.
Ich bin beeindruckt, fühle mich ertappt.
Ich habe euch nämlich bis jetzt verschwiegen, dass Annette Weber nur ein  Pseudonym ist.
In diesem Sinne liebe Grüße
Lara 
(Foto: Holografiemuseum, Bensersiel)