Dienstag, 13. April 2021

Ich im Junkerhaus in Lemgo

 


Tatata, da ist er also nun, der Film, der im Junkerhaus in Lemgo über mich gedreht wurde. Viel Spaß beim Gucken.

Dienstag, 6. April 2021

Willkommen im Land der Trolle

 


Im Juli erscheint wieder eine neue dreistufige Lektüre für die Grundschule von mir. Diesmal handelt sie von Kilian, der Videospiele über alles liebt, bis ihn das Trollmädchen Plong mitten in ein Spiel zieht und er dem Monster ganz persönlich gegenübersteht – einer riesigen Spinne mit roten Augen und grünen Zähnen. Das fühlt sich plötzlich ganz anders an, als vor der Konsole zu sitzen… .





Sonntag, 21. März 2021

Die neue Normalität in den Kinderbüchern

 

 

Wie lange habe ich nun schon gedacht, all dieses Maskendebakel, dieses Abstandhalten, diese ewig-digitale Welt, dieses reduzierte Leben ist irgendwann zu Ende, wir erwachen aus diesem Albtraum und alles ist wieder wie immer. Doch je länger es dauert, und je mehr Windräder erbaut werden, die mal in die eine und die andere Richtung pusten, umso verwirrender wird die Lage. Wo war der Anfang, wie wird das Ende sein, wie hängt alles zusammen?

Die Politiker spielen uns schon darauf ein: Das wird die neue Normalität. Wir Menschen im Dauerlockdown gefangen.

Bei aller Verzweiflung plagt mich auch die Frage, wann ich diese Normalität in meine Kindergeschichten einbaue. Bis jetzt dachte ich immer noch, ich kann das Thema einfach ausklammern. Doch je länger es andauert…

„Er zog sich seine Maske über und ging zur Schule“, müsste ich wohl bald schreiben. Oder auch: „Sie ließ sich das Stäbchen in die Nase einführen. Negativ, zeigte der Test, und sie betrat den Klassenraum.“

Oder auch „Er wollte sie so gerne küssen, aber das ging ja nicht. Sie mussten doch den Sicherheitsabstand einhalten.“

Mir graust es vor diesem Moment!  

 

(Foto: Lübbenau, eine sonst so touristische Stadt im Spreewald – völlig verlassen) 

Dienstag, 16. März 2021

Meine erste Online-Lesung

 



Nun habe ich es also auch gewagt und habe eine Online-Lesung durchgeführt. Eine siebte Klasse der evangelischen Schule Ansbach hatte mich darum gebeten. Sie hatten das Buch „Merkt doch keiner, wenn ich schwänze“ im Unterricht gelesen und Fragen dazu gesammelt. Natürlich ist es noch mal etwas anderes, wenn man sich im echten Leben begegnet, allein den Ort, die Schule, das Lehrerzimmer und den Klassenraum kennen zu lernen, ist immer spannend, erst recht natürlich die persönliche Begegnung mit den Schülern und Lehrern.. Aber andere Zeiten fordern andere Bedingungen, und eine Online-Begegnung ist besser als keine.

Da ich mit dem Programm „Teams“ noch keine Erfahrung hatte, nahm sich die Klassenlehrerin (an dieser Stelle liebe Grüße an Frau Schatzeck) einen Tag vorher Zeit, um mich bei einer Generalprobe in das Programm einzuführen. Es ist wirklich durchdacht und einfach zu verstehen.

Tja, und dann wurden mir diese zweiundzwanzig Schüler und Schülerinnen aus Ansbach in kleinen Bildchen auf meinem Monitor präsentiert. Sie stellten ihre Fragen, lasen einige Briefe vor und hörten bei meiner Lesung zu.

Es war eine neue Erfahrung für mich, und ich kann mir vorstellen, sie in Zukunft als weitere Lesungsform anzubieten. Immerhin hat diese digitale Lesung den riesigen Vorteil, dass man nicht durch die Weltgeschichte fahren muss und sich auch die Nacht im Hotel sparen kann. Allein nach Ansbach und zurück wären für mich acht Stunden Fahrzeit gewesen.

Euch allen liebe Grüße, und ich freue mich auf eure Briefe.

Dienstag, 9. März 2021

Blackout



Kennt ihr diese Momente, in denen die Erinnerung plötzlich wie weggeblasen ist, und die panische Frage in euch aufsteigt: Geht es jetzt los? Ist das die Altersdemenz?

Heute ist mir genau das passiert.

Ich stehe vor dem Geldautomaten, schiebe die Karte ein, tippe den Geldbetrag ein und da kommt sie, diese Gretchenfrage: Geben Sie Ihre Geheimzahl ein.
Ich zögere. Geheimzahl? Da war doch was?

Wie aus einem anderen Leben fliegt mich eine Zahl an. Ich tippe sie ein – und sie ist falsch.

Ratlos starre ich auf den Automaten. Ich weiß keine andere Zahl. Ich weiß überhaupt nichts mehr. Da ist nichts – niente – nada. Nur das Gefühl der totalen Leere, und dass ich genau weiß, dass ich überhaupt nicht weiß, woher ich diese Zahl nehmen soll. Weil ich mir diese Zahl niemals irgendwo notiert habe. Weil ich sie ja in meinem Kopf habe … höhöhö …

Finde den Fehler!

Aber bei dem Gedanken „Kopf“ erwache ich zu neuem Gedächtnis. Mir fällt nämlich ein, dass ich damals meinen Pin selbst gewählt habe, und zwar in Kombination mit einer Eselsbrücke. Und mit dieser Erinnerung ist auch die Zahl wieder da. Gott sei Dank.

Ob das der Anfang vom Ende war? Ob solche Lücken wieder kommen werden?

Ich hoffe nicht. Ich muss wahrscheinlich einfach nur häufiger wieder Geld abheben…

Montag, 8. Februar 2021

Flockdown im Lockdown

 


Ob ich okay bin, fragt eine Freundin. Ich hätte schon so lange nichts mehr gebloggt. Es stimmt. Der letzte Eintrag liegt mehr als einen Monat zurück. Das liegt daran, dass mich dieses digitale Leben irgendwie nervt. Ich will endlich mein analoges Leben zurück.

Aber trotz allem geht es mir gut und ich mache das beste daraus. Wenn ich nicht gerade schreibe, wandere ich durch die Gegend, mal mit Freunden, mal allein und entdecke die schönen Seiten des Teutoburger Waldes. Aber es ist und bleibt ein kleines Leben.

Nun versinken wir auch noch im Schnee. Autofahren ist nicht mehr möglich, und ein eisiger Wind sorgt dafür, dass die Spaziergänge kurz ausfallen. Und doch stehen wir alle staunend mit den Schneeschaufeln vor den Hauseingängen und versuchen, dem Briefträger eine Schneise zu schlagen. Dabei wird der sicherlich sowieso nicht durchkommen.

Aber wir haben unseren Spaß. Nachbarschaftsplausch vom Feinsten. Besonders als ein Nachbar eine Schneefräse organisiert und uns alle von der Arbeit erlöst. Dann ist Zeit für einen kleinen Umtrunk. Ein Nachbar stellt Gläschen und Schnapsflaschen nach draußen. Auf die Kälte und den Schnee. Und so trinke ich den ersten 40-prozentigen meines Lebens noch vor dem Frühstück.

Naja – ist ja Flockdown. Und dann fluppt die Geschichte sicherlich schneller und lustiger.

Montag, 11. Januar 2021

Lesungen in Zeiten wie diesen

 



Eigentlich hatte ich mir für die Zukunft vorgenommen, es mit den Lesungen weniger werden zu lassen, aber dass es nur sooooooo wenige Lesungen wurden, war doch ziemlich traurig. Die Veranstaltungen, die ich im Jahr 2020 durchgeführt habe, kann ich an einer Hand abzählen.
Nun werden die ersten Lesungen für das Jahr 2021 angefragt. Ende Februar will ich so gerne an die Mittelschule in Petersaurach in die Nähe von Nürnberg, wo ich vor einigen Jahren schon einmal gewesen bin, aber ich bin sehr skeptisch, ob sie mich nach Bayern lassen.

Meine Lesereise nach Österreich – im vergangenen Jahr zweimal verschoben und schließlich gecancelt – steht erst im November an. Vielleicht findet sie ja statt. Immerhin kann man sich nun für die Lesereise anmelden. Ich lese in Österreich immer über die Agentur Eibl, und wer Interesse an mir und meinen Büchern hat, kann sich hier anmelden.

Das Foto oben ist 2018 bei einer Lesung in Katowice in Polen entstanden. Findet ihr mich?