Montag, 7. September 2020

Rückblick auf die Sommerzeit



Diejenigen von euch, die diesen Blog schon länger lesen, wissen sicherlich, dass ich im Sommer auf dem Campingplatz meines Sohnes mithelfe. Ihr wisst ja, Familienmitglieder sind immer die zuverlässigste und auch die preiswerteste Unterstützung, die man sich denken kann. Und hier auf dem Campingplatz wurde jede Hilfe dringend gebraucht.

Nach dem Lockdown über Ostern standen wir alle noch erschüttert und geschockt vor dem Telefon, in dem eine Urlaubsstornierung die nächste ablöste.

Dann aber wurde der Urlaub auf Campingplätzen wieder gestattet, sogar sehr propagiert, und danach brach bei uns die Arbeit so schnell los, dass wir kaum aus den Augen gucken konnten. Sozusagen von null auf hundert.  An Personal fehlte es natürlich an allen Ecken.

So war ich voll in die Arbeit integriert. Morgens Brötchenverkauf, anschließend Gästeshuttle, dann die Kreativwerkstatt für Kinder leiten. Ich war so eingespannt, dass ich mir die Schreibzeiten mühsam freihalten musste.

Aber Spaß hat es auch gemacht. Besonders die Kreativwerkstatt fand großen Anklang, und ich hatte so viele kreative Kinder zu Gast, wie schon lange nicht mehr.

Da wir unser Abendprogramm auf dem Campingplatz ganz zurückgefahren hatten und Bands und DJs abgesagt hatte, stemmten wir ein schönes Unterhaltungsprogramm aus eigenen Kräften.

Ich bot einmal in der Woche eine Sagenwanderung für die Gäste an, ging mit Kindern und Erwachsenen durch den Wald und erzählte ihnen einige Sagen des Spreewaldes. Die Wanderung endete am See in Groß Leuthen, wo wir uns mit Schnitzmessern, Holz, Farbe und Wackelaugen niederließen, um die Sagengestalt des „Lutki“ zu schnitzen.

Tolle Gestalten sind dabei entstanden.

Für mich war es eine schöne Möglichkeit, meine verschiedenen Berufe als Kunstlehrerin, Autorin und Gästebetreuerin unter einen Hut zu bringen.


Kommentare:

  1. Hach, ist das schön, was da alles entstanden ist!
    Da hast du den Sommer ja mit viel Arbeit, aber auch mit viel Kreativität und Wertschätzung erlebt. Langeweile war wohl ein Fremdwort in dieser Zeit. :--)
    Einen lieben Gruss aus gemächlicheren Gefilden,
    Brigitte

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    1. Liebe Brigitte!
      Ja, das stimmt. Es war eine lebendige Zeit. Jetzt aber freue ich mich auf meine Schreibzeit. Die ist auf alle Fälle ruhiger, und auch das tut gut.
      Hab weiterhin eine gelassene Zeit
      Annette

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