Dienstag, 12. Juli 2011

Gewinnübergabe




Eine tolle Fotostory zu dem Buch "Du bist doch nur noch zugekifft" von Wolfram Hänel hatte die Klasse 7 der Hermann-Gutzmann-Schule in Mannheim gestaltet und beim Kreativwettbewerb des Verlags an der Ruhr eingereicht. Dafür hatten sie den ersten Preis gewonnen.
So trafen wir uns heute in Mannheim, um den Preis zu übergeben. Annika Renker, Inga Piel und Katrin Neuhäuser vom Verlag an der Ruhr überreichten eine Urkunde, einen Klassensatz Bücher und einen Geldpreis von 300,- €, außerdem gewannen die Schüler eine Lesung bei mir. Sie wünschten sich, dass ich aus dem Fortsetzungs-Chatbuch vorlas, und das machte ich natürlich gerne.
Es war nett, die Schüler alle persönlich kennen zu lernen, wie wir bisher nur von den Fotos kannten. Sie erzählten ein bisschen, wie die Fotostory entstanden war. Im Garten einer Lehrerin hatten sie einen Großteil der Aufnahmen gemacht, einige Fotos waren auch auf dem Schulgelände entstanden. Insgesamt hatte es allen riesigen Spaß gemacht, aber niemand hatte sich Hoffnung auf den ersten Preis gemacht. Umso größer der Jubel.
Von dem Geld wollen die Schüler ein Klassensofa kaufen, um eine Leseecke in der Klasse einzurichten. 
Eine tolle Idee.

Montag, 11. Juli 2011

Die Maus ist da

"Oh Nils, wie niedlich! Kann ich dich für meinen Blog fotografieren", schreie ich, als mein Sohn in diesem orangen T-Shirt die Treppe herunter kommt. Er ist nur mäßig begeistert.
"Aber mach schnell. Ich muss los."
Er ist leicht angenervt, versucht dann aber doch, auf meinem Blog einen optimistischen Eindruck zu hinterlassen.
Da ist er nun erwachsen und fast Master of Sience, da wird er vom Seminar Event-Physik zum Maus-Team degradiert. Die Sendung mit der Maus kommt nämlich nach Paderborn, und die Studenten begleiten die Kinder durch veschiedene Experimente. 
Maus-Team - das hört sich an wie die Kindergartenzeit, in der die Kinder in der Maus-, Elefanten- oder Löwengruppe waren.
Aber dann hat es doch Spaß gemacht. Und wer kann schon von sich sagen, mal Shaun das Schaf persönlich kennen gelernt zu haben.

Sonntag, 10. Juli 2011

Verlagsfest

30 Jahre Verlag an der Ruhr feierte der Verlag gestern in der Stadthalle in Mülheim und hatte viele Verlagsmitarbeiter, Autoren und Freunde eingeladen. Es war ein lustiges und buntes Treiben, und ich traf viele liebe Menschen wieder, mit denen ich gerne zusammen arbeite.
Gott sei Dank war ich noch vor dem Essen mit meiner Rede dran. Die Redakteurin der Sekundarstufe kündigte mich lustig an und las dabei verschiedene Schülerrückmeldungen zu meinen Büchern vor. Das war wirklich witzig. 
Meine Rede kam gut an, und ich kriegte danach das erste Exemplar meines Buches, die Jubiläumsausgabe. Das war ein cooles Gefühl. Danach konnte ich das leckere Essen umso mehr genießen. 
Ein schöner Höhepunkt des Abends war Elli Erl, eine Sängerin, dir vor einigen Jahren mal bei Deutschland sucht den Superstar gewonnen hatte. Sie hatte für den Verlag an der Ruhr das Buch "Gecastet" geschrieben, das in der KLAR-Reality-Reihe erschienen ist.

Nachts, als ich im Hotel ankam, gab es doch einen Wehmutstropfen.
"1:0 verloren", rief mir der Mann an der Rezeption entgegen. "Deutschland ist raus."
Och Manno!

Freitag, 8. Juli 2011

Hilfe, was zieh ich an?


Oh grusel, was bin ich heute aufgeregt. Nicht so fröhlich wuselig, sondern so richtig schrecklich, dass es mir schlecht geht und mein Körper von einer Gänsehaut überzogen ist. Ich glaube, ich werde krank. Immer wieder muss ich auf`s Klo. Der Wasserverbrauch wird heute seinen Höchststand erreichen, wenn das so weiter geht.

Morgen ist nämlich die große Jubiläumsfete beim Verlag an der Ruhr, und mein Buch erscheint. 
Aber ist das ein Grund, so eine Hektik zu machen?
Okay, es ist eine große Fete, aber es ist nicht meine Fete. Ich bin doch gar nicht dafür verantwortlich, ob genug zu essen und zu trinken da ist und ob die Stimmung gut ist. Ich treffe ein paar nette Menschen wieder. Wo ist das Problem?
Okay, mein Buch wird erscheinen. Aber es ist ja nicht mein erstes Buch, das erscheint. Und ich muss gar nicht daraus vorlesen. Ich kann ein bisschen über den Buchdeckel streicheln und mir ein Exemplar in die Handtasche stecken. Wo also ist das Problem?
Okay, ich bin gebeten worden, eine Rede zu halten, aber ich habe schon oft Reden gehalten. Und meine Rede ist vorbereitet und sie ist kurz. Wo also ist das Problem?

Aber ich schaffe es nicht, mich runter zu tunen. Jede kleinste Entscheidung überfordert mich heute.
Ich weiß nicht, ob ich mit der Bahn oder mit dem Auto nach Mülheim fahren soll.
Ich weiß nicht, ob ich dort übernachten soll oder besser abends noch nach Hause fahre. Und ich weiß überhaupt nicht, was ich anziehen soll.

Und jetzt muss ich noch mal kurz auf`s Klo!

(Foto: Seoul, Korea)

Donnerstag, 7. Juli 2011

Lesung in Rheda


Noch zwei Wochen müssen die Schüler in NRW aushalten, bevor es Ferien gibt. Das ist eine lange Zeit. 
Dem Lehrerzimmer der Osterrath-Realschule in Rheda-Wiedenbrück sah man die Endphase eines Schuljahres an. Hefte und Mappen lagen zwischen Kaffeetassen und Schulbüchern - eben das bekannte Chaos, das ich auch noch aus meiner Lehrerzeit kenne.
Umso erstaunter war ich, wie viel Ruhe und Konzentration in der 7. Klasse herrschte. Freundlich empfingen mich die Schüler in der schönen und hellen Schülerbücherei. Sie hatten das Chatbuch in der Klasse gelesen und waren gespannt drauf, wie es mit Sarah und dem Sonnenkönig weiter geht. 
Auch die Reality-Reihe interessierte die Schüler, denn auch unter ihnen gab es Jugendliche, die gerne schreiben. So las ich noch aus dem Buch "Verheimlicht".
Ich wünsche euch allen, dass die Zeit bis zu den Ferien schnell vergeht, und dann - gute Erholung!

Mittwoch, 6. Juli 2011

Breit side of life

In dieser Woche bekam ich echt die volle Breitseite des Autorenlebens zu spüren.
Zuerst kriegte ich ein kleines Päckchen, die Belegexemplare der Klassenlektüre "Überfall auf das Juweliergeschäft".
Ich war natürlich echt happy.


Dann werden am Samstag die Fortsetzung von "Im Chat war er noch so süß" und eine Jubiläumsausgabe - zwei in eins - erscheinen, und ich bin schon superaufgeregt.



Und zuletzt kriegte ich heute diesen Brief:  
" .... uns jedoch gegen eine Veröffentlichung in unserem Verlagsprogramm entschieden ... Verständnis für diese Form der Antwort ... Bei der Fülle von Manuskripten ... leider nicht möglich... " 

Naja, so bleibt man auf alle Fälle immer auf dem Boden.

Frauenfußball

(hier public viewing in Brasilien, ein Frauenfußballspiel)

Frau, Frau, Frau, war das ein spannendes Spiel gestern gegen Frankreich, fandet ihr nicht?
Ich erinnere mich, wie ich vor vielen Jahren einmal mit meinem fußballbegeisterten Sohn Alexander ein Frauenfußballspiel anschaute, und er murmelte immer "Regionalliga - gib`s zu, Mama." Und ehrlich, er hatte Recht. Danach habe ich nie wieder Frauenfußball geguckt.

Aber diese Spiele habe absolutes Weltmeister-Männerfußball-Niveau. Da muss keiner mehr kommen und rumpupsen. 
Naja, einige tun es natürlich immer noch. X zum Beispiel, der nicht zu den Intelligentesten meiner Bekannten gehört. 
"Weiberfußball - das gibts doch nich", sagt er. "Ich frage mich, wie die das mit dem Trikottausch machen."
Au, das tut weh, oder? Fußball nur auf den Trikottausch zu reduzieren.
"Wie sollen sie es machen", sagte ich. "Sie tauschen eben die Trikots nicht. Wo ist das Problem? Ist doch sowieso nicht so toll, ein verschwitztes gebrauchtes T-Shirt anzuziehen."
"Hö ho", macht X.
Wie gesagt, er ist nicht der Intelligenteste meiner Bekannten. 

(Foto: Brasilien)

Dienstag, 5. Juli 2011

Wieder eine Lesung

"Nein, nicht noch eine Lesung", schreit ihr jetzt vielleicht, wenn ihr die Überschrift meines Posts lest. Aber so ist es doch. Wir in NRW haben noch keine Ferien. Bei uns wird noch hart gearbeitet !!!
Ganz so hart war es aber nicht wirklich für mich. Ich hatte heute einen Heimvorteil. Nachdem ich in den letzten 14 Tagen ganze 3000 Kilometer verfahren habe, waren es heute nur 30. Ich war nämlich beim Kolping-Bildungswerk in Brakel bei Höxter eingeladen.
Hier war ich vor fünf Jahren schon einmal zu Gast und konnte mich noch an das so ganz andere Schülerklientel erinnern. Es saßen nämlich keine Jugendlichen im Raum, sondern junge Erwachsene, die hier eine Ausbildung zum Maler, Koch oder Hauswirtschaftler machen. Coole Sprüche und hin und wieder lautes tiefes Gelächter waren eine ganz andere Stimmung, als ich sonst gewohnt bin.
Es war total nett hier. Eine Schülerin (Ljuba) hatte eine liebe Rede vorbereitet. Auch sonst hatten sich die Schüler verschiedene Fragen überlegt, die sie mir stellen wollten. Alles ging sofort, spontan und lebendig los.
Nach der Fragerunde las ich auf Wunsch der Schüler aus "Das ist mein Typ, du Miststück", das auch die Jungen interessierte. Zuletzt gab es noch einen Ausschnitt aus "Abgemixt".
Ist das nicht ein schöner Blumenstrauß? Mittlerweile steht er in unserem Wohnzimmer.
Danke für den interessanten Vormittag.



Sonntag, 3. Juli 2011

Filmvorführung "Im Netz"

Was war das für ein schöner Abend an der Realschule Oberdiessbach - was für ein toller Film - was für ein nettes Publikum - was für eine liebenswerte Klasse. 
Hier ein paar Eindrücke (in Wort und Bild)

Der Film "Im Netz" war ein ganz eigenes Projekt, das die Bücher "Im Chat war er noch so süß" und "Riskanter Chat" miteinander verband. Dabei war dieser Film mehr als ein Schülerfilm. Die Schüler zeigten tolle schauspielerische Leistungen und der Film war technisch auf hohem Niveau gefilmt und geschnitten worden. Das lag besonders daran, dass sich der Klassenlehrer Herr Läderach mit Filmproduktionen auskannte und den Schülern das Know how und die technische Ausrüstung seiner Videoproduktionsfirma zur Verfügung stellte. 

Als der Film gezeigt wurde, war es total still im Raum. 
Der Film zeigte vor allem eindringlich, wie verführerisch, aber auch wie gefährlich der Chat sein kann. Auch die Schuldfrage wurde gut dargestellt. 
Übrigens war das Schweizerdeutsch gut zu verstehen und auch besonders authentisch.

Zum Schluss präsentierten sich alle Schüler noch einmal unter großem Applaus. 
Auch ich bekam übrigens einen kräftigen Applaus, schöne Blumen und liebevolle Worte. Das hat mich sehr gerührt. Die Schüler erlebten meinen Besuch als große Wertschätzung ihrer Arbeit, aber die Wahrheit ist - mir ging es genauso. Ich war auch so stolz darauf, dass sie mein Buch zu so einer guten Projektarbeit umgesetzt hatten.


Zuletzt gab es auch noch jede Menge Arbeit im Hintergrund, die man schnell mal übersieht, und die doch so wichtig ist:
Verkauf von Filmen, Büchern und Popcorn zum Beispiel,



oder das Sammeln von Spenden.

Euch allen noch mal einen ganz herzlichen Dank, und viele Grüße aus Westfalen. 
Ich wünsche euch allen alles alles Gute für eure Zukunft. 

(Der Film ist zu bestellen bei www.2move-video.ch)


Freitag, 1. Juli 2011

Leseeindrücke aus Oberdiessbach

Hier ein paar Leseeindrücke der Lesung aus Oberdiessbach in der Schweiz.
Dies ist die Klasse, die das Filmprojekt "Im Netz" erstellt hat. Ich hatte nun die Möglichkeit, die Schüler der Klasse 9 persönlich kennen zu lernen. 

Die Schüler Pascal und Jonas hatten den Mailkontakt hergestellt. Der Klassenlehrer Herr Läderach hatte mich dann eingeladen.


Die Lesung war eine Open-Air-Veranstaltung. Erstaunlich gut war die Akkustik, aber für die Lesung war es dann doch gut, dass ein Mikrofon aufgebaut war. 
Ich las aus dem noch unveröffentlichten Buch "Im Chat war er noch so süß- die Fortsetzung". Es wird ja erst nächsten Samstag erscheinen.

Nachher war noch Zeit für persönliche Gespräche.
Morgen wird das Filmprojekt vorgestellt. Viele Schüler kennen es schon und schwärmten mir davon vor. Ich bin total gespannt.