Sonntag, 20. November 2011

Alles in Fluss


Nach einer Auszeit gerät vieles in Fluss, will verändert werden oder braucht eine Weile, bis es wieder in alten Bahnen verläuft. Noch registriere ich verwirrt, dass heute Sonntag ist. Noch schaue ich immer wieder in meinen Terminkalender, um nicht irgendetwas zu verpassen. Plötzlich weiß ich nicht mehr, um wie viel Uhr  ich mich mit meiner Laufgruppe zum Laufen treffe und an welchem Tag mein Portugiesischkurs ist.
Dann gibt es auch noch eine schöne Überraschung. Ich will noch Arbeitsmaterial zu meinem Kinderbuch entwickeln. Darum lese ich den Roman noch einmal ganz in Ruhe. Und plötzlich gefällt er mir richtig gut.  

(Foto: Monbachtal, Bad Liebenzell)

Freitag, 18. November 2011

Leseabschluss in Hesel

So richtig rund und liebenswert ging meine Lesereise heute in Hesel bei Leer zu Ende. In dieser Gemeindebücherei bin ich schon mal im Sommer gewesen. Die Schüler hier sind - dank engagierter Büchereiarbeit - aktive Leser. Alle Schüler kannten die Bücher der Klar-Reihe bereits, viele hatten auch Bücher von mir gelesen. Wie die Schüler dann feststellten, hatten sie sogar in der 6. Klasse mein Buch „Where is Mrs. Parker“ im Englischunterricht durchgenommen. Das war richtig nett.  

 







Beschwingt fuhr ich danach nach Hause zurück.

Besonders begeistert stürmte ich meinen Arbeitsplatz wieder. Dieses schnelle Internet - dieser große Monitor - dieses zarte Klicken der Tastatur… einfach wundervoll.
„Und wenn du noch irgendwelche Bedürfnisse hast, kannst du ja auch mal bei mir vorbei kommen“, brummte mein Mann. 

Unterwegs in Elsfleth

 Es ist eine richtig typische Nichtlesergruppe, die sich morgens in der Aula der Elsflether Bücherei zur Lesung einfindet. Die meisten haben mit Lesen nichts am Hut, aber wo ich schon mal da bin, kann ich ihnen ruhig was vorlesen. Am liebsten über Diebstahl und Drogen.
Ich wähle Texte aus den Reality-Romanen,  und suche Textstellen, in denen erst alles so rosig aussieht und gut ist, dann aber kippt und eine persönliche Wendung verursacht. Die Schüler hören interessiert zu.
Mit den Prospekten vom Verlag bin ich in der Regel knauseriger als mit meinen Autogrammkarten. Ich lasse sie auf dem Stapel vorne auf dem Tisch liegen und biete sie nur interessierten Schülern an. Diesmal aber bestehen viele Schüler darauf, einen Prospekt mitzunehmen. Vielleicht habe ich ja doch den einen oder anderen zum Lesen überredet.
Danach kommt eine 8. Klasse der Realschule, und auch sie sind aufmerksam und interessiert. 
 Nach der Lesung fahre ich weiter nach Leer in Ostfriesland. Hier ringe ich mit mir, ob ich die schöne Altstadt zu besichtigen oder im Hotel bleibe, um zu arbeiten. Es müssen ein paar dingende Schreibaufträge erledigt werden. Schließlich entscheide ich mich für einen schnellen Spaziergang durch die Altstadt. Und jetzt wird gearbeitet!


Mittwoch, 16. November 2011

... weiter in Loxstedt


Heute  fanden drei Lesungen in der Gemeindebücherei in Loxstedt statt. Es waren sehr unterschiedliche Altersgruppen, die sich dort über den Vormittag verteilt einfanden, zunächst die 5. und 6. Klassen, für die ich das Buch „Das Diebesnest“ auswählte. danach kamen die Siebener und Achter und wünschten sich das Chatbuch, und zuletzt las ich für die neunten und zehnten Klassen aus den Büchern „Verletzt“ und „Abgemixt“. 

Bei so einer dichten Folge von Lesungen fängt man irgendwann auch an zu vergleichen - welche Lesung war besser, welche war nicht so gut und woran hat es gelegen. 
Immer wieder muss ich feststellen, dass die Lesungen am schönsten sind und sicherlich auch für die Schüler den größten Gewinn bringen, wenn sie von den Lehrern ein bisschen vorbereitet werden. Dabei ist es gar nicht wichtig, ob die Schüler schon ein Buch von mir gelesen haben, oder nicht, aber es ist einfach schön, wenn sie wissen, wer da vorne steht und warum er gekommen ist. Und noch schöner ist es natürlich, wenn die Schüler sich ein paar Gedanken gemacht haben, was sie über das Schreiben oder Bücher wissen möchten oder welche Themen sie interessieren. 
Nach der Lesung ging es für mich weiter Richtung Bremerhaven - immer noch an der Weser entlang, bis ich in dem kleinen Ort Elsfleth ankam. Hier war ich dann abends auch noch lange zu einem Spaziergang am Weserdeich unterwegs. 

Dienstag, 15. November 2011

Lesung in Munster


Heute hatte ich drei Lesungen in der großen lichtdurchfluteten Stadtbibliothek in Munster.  Zunächst waren drei siebte Klassen der Realschule eingeladen,
danach kamen zwei siebte Klassen und zuletzt zwei Achtklässler der Hauptschule.

Ich stellte allen Schülern kurz den Inhalt verschiedener Romane vor und ließ sie dann entscheiden, aus welchen Büchern ich vorlesen sollte. Diese Entscheidung zu verfolgen ist auch für mich immer interessant.
Eine Gruppe entschied sich für das Chatbuch, zwei Gruppen wollten das Buch „Das ist mein Typ, du Miststück“ hören. Den Achtklässlern las ich außerdem noch aus dem Buch „Abgemixt“ vor.
Dann ging meine Reise weiter nach Loxstedt, etwa 1 ½ Stunden Richtung Norden. Hier beschloss ich, einen Abstecher nach Nordenham zu machen, und mir ein bisschen Nordseeluft (noch nicht ganz - es ist eher die Wesermündung) um die Nase wehen zu lassen. Das war eine gute Entscheidung, obwohl die Luft rau und neblig war. Ein Mann beschrieb mir einen schönen Fußweg von meinem Parkplatz in die Innenstadt, durch einen Park und am Wasser entlang. Gatener Teiche nannten sie sich. Ich landete direkt auf dem Marktplatz in Nordenham, spazierte ein bisschen durch die Innenstadt und folgte dem Schild „Strand“. Das Kreischen der Möwen begleitete mich.
Naja, und dann ging es schnellen Schrittes am Oberlauf der Weser entlang, bis ich müde und durchgefroren war.
Jetzt kann ich bestimmt gut schlafen. 

Montag, 14. November 2011

Lesung in Edemissen

Mein erster Lesetag beginnt in Edemissen an der Mühlenbergschule. Die Schüler sind unheimlich gut vorbereitet. Eine Woche lang haben sie sich mit dem Thema Sucht beschäftigt. Jeder Schüler, der in dieser großen Aula sitzt, hat mindestens ein Buch von mir gelesen, manche sogar mehrere. Freiwillig, wie sie betonen!

Bei so viel Leseerfahrung weiß ich erst gar nicht so recht, was ich lesen soll. Es muss ja auch zum Thema Sucht passen. So entscheide ich mich für die Kurzgeschichte "Die Christuskinder", und lese dann auf Wunsch der Schüler noch die Fortsetzung des Chatromans. 

Dann kommen die älteren Schüler in die Aula. Sie interessieren sich besonders für die Biografien der Jugendlichen, und so lese ich für sie aus den Büchern „Abgestürzt“ und „Abgemixt“.
Zuletzt kommen noch einige Schüler auf mich zu, die Fragen zum Schreiben haben. Einige von ihnen schreiben Gedichte und Geschichten. Natürlich wollen sie auch wissen, wie man einen Verlag findet und wie groß die Chancen sind, seine Geschichte zu veröffentlichen. Aber das ist ja auch für uns Autoren ein schwieriges Thema.

Dann starte ich zu meinem nächsten Lesungsort nach Munster in der Lüneburger Heide. 
Die Strecke führt mich durch kleine hübsche Dörfer und Ortschaften. Die Sonne scheint, und doch sieht die Landschaft verfroren aus.
In Celle mach ich Mittagspause, wandere durch die wunderschöne Fußgängerzone, schaue in die Geschäfte, fotografiere die Fachwerkhäuser. Es ist eigentlich echt ungerecht, dass einige Städte so viele schöne Bauwerke in ihrem Stadtzentrum vorweisen können. Jedes Fachwerkhaus in Celle ist schief und interessant, außerdem gibt es noch ein altes Rathaus, und um es dann auch noch auf die Spitze zu treiben auch noch ein Schloss am Ende der Fußgängerzone.
Nachdem ich mich satt gesehen habe und meine Hände kalt werden vom Fotografieren, fahre ich weiter.
Munster ist die nächste Station meiner Lesereise. Dort werde ich in der Stadtbibliothek lesen.
Die Stadt ist vor allem durch seinen Bundeswehrstandort bekannt. Alle bundeswehrtauglichen Männer im Raume Norddeutschland haben schon mal eine Manöverübung auf dem Truppenübungsplatz hinter sich bringen müssen, und so löst das Wort Munster eher negative Erinnerungen bei ihnen aus. (Damals … als das Tränengas durch meine Schutzbrille drang…) 
Munster ist ein kleiner beschaulicher Ort. Ich finde die Stadtbibliothek sofort und stelle mich hier kurz vor. Es ist erstaunlich - und ein gutes Zeichen - dass ein so kleiner Ort so eine schöne große Bibliothek hat. Ich freue mich auf die Lesung morgen.


Sonntag, 13. November 2011

Auf Lesereise


In dieser Woche hat mich die niedersächsische Büchereizentrale zu einer Lesereise durch Niedersachsen eingeladen und mir außerdem eine perfekte Planung zugeschickt: Hotel gebucht, Reiserouten ausgedruckt, Schul- und Büchereiadressen aufgelistet und alles ordentlich in eine Mappe gelegt. Das hat mich richtig umgehauen, bin ich es doch gewöhnt, diese Sachen immer allein zu machen. Einen herzlichen Dank also nach Lüneburg!!!
Gegen 17.00 Uhr komme ich in Peine an, einer mittelgroßen Stadt zwischen Hannover und Braunschweig. Es ist schon dunkel, doch ich beschließe, mir noch das Zentrum anzuschauen. Wann immer sich unterwegs die Gelegenheit ergibt, verbinde ich meine Lesungen mit einer Stadtbesichtigung. Viele schöne Perlen habe ich auf die Weise schon entdeckt. Peine gehört auf alle Fälle dazu. Auf dem Weg durch die Stadt entdecke ich wunderschöne Fachwerk- und Putzbauten, außerdem einen eindrucksvollen Marktplatz mit dem alten Rathaus.

Samstag, 12. November 2011

Das andere Lesen


„Ich habe jetzt ein paar Testberichte über E-Book-Reader gelesen“, sagt mein technikversessener Mann. „Im nächsten Monat soll ein ganz toller erscheinen. Den müssen wir uns mal angucken.“
 „Du hast doch einen Tablett-PC. Warum brauchst du noch einen E-Book-Reader?“
„Naja, für uns beide.“
„Uns beide?“
„Naja, auch für dich.“
„Aber ich lese doch immer ein Buch.“
„Ich finde, du solltest dich auch mal an das andere Lesen gewöhnen.“
„???“
„Vielleicht macht es dir ja Spaß.“

Dabei habe ich doch überhaupt nichts an Büchern auszusetzen…

(Foto: Bücherei Buxtehude)

Freitag, 11. November 2011

Zahnprobleme


“Never change a running system” ist eigentlich meine Lebensdevise. Darum weiß ich gar nicht, was in mich gefahren ist, als ich beschloss, mir meine Amalgamfüllungen entfernen und durch Kunststofffüllungen ersetzen zu lassen. 
Beim Aufbohren des Zahnes entdeckte der Zahnarzt einen entzündeten Nerv, der nie Ärger gemacht hatte. Aber jetzt natürlich.
Heute war die 2. Wurzelbehandlung, und es ist kein Ende in Sicht.
„Mit dem Zahn können Sie noch ganz schön Ärger bekommen“, sagte der Zahnarzt.
Oh nein! Ausgerechnet in der Lebkuchenzeit …


(Foto: Provence, Frankreich)

Donnerstag, 10. November 2011

Lesung in Oelde

Heute hatte mich die Stadtbibliothek Oelde zu einer Lesung in die Theodor-Heuss-Schule eingeladen. Zunächst warteten die Jahrgangsstufen der Klassen 7 und 8 in der großen Aula auf mich. Ich las aus dem Chatbuch, und dann hatten die Schüler noch viele Fragen.
Bei der anschließenden Lesung der Klassen 9 und 10 wählte ich die Reality-Bücher "Abgemixt" und "Verletzt", und auch die kamen gut bei den Schülern an. 
"Schreibt jemand von euch?", fragte ich die Schüler schließlich. Die Schüler schwiegen, schließlich zeigte einer auf seinen Nachbarn. Diese Schüler-Scherzchen kenne ich, und ich wollte schon abwinken. Aber dann stellte sich heraus, dass es gar kein Scherz war. Der Schüler Sikos Maliadis textet tatsächlich, und zwar Songs. Zu seinem Song "Hör mir zu" hatte er unter dem Namen Siko Black ein Video bei Youtube eingestellt.
Hier haben wir ihn auf dem Foto in die Mitte gestellt. Links im Bild seht ihr Frau Wunderlich von der Stadtbibliothek, rechts Frau Seipelt, Lehrerin der Theodor-Heuss-Schule und Organisatorin der Lesung. Und die drei Mädels aus der 9. und 10. Klasse waren so nett, sich auch noch dazu zu stellen.
Hier ist der Song von Siko Black: