Donnerstag, 24. November 2011

Lesung in Gummersbach


Oh Leute, guckt mal! Ist das nicht ein Foto? Ehrlich. Dustin Bieber kann es doch nicht besser gehen!!!
So herzlich wie dieses Foto war die Lesung heute in der Jakob-Moreno-Schule in Gummersbach.
Seit einigen Jahren bekam ich immer wieder Briefe von Klassen dieser Schule, die meine Bücher gelesen hatten. Nun wurde ich zu einer Lesung eingeladen. Sie war so liebenswert und persönlich, dass ich noch immer ganz gerührt bin.
Es fing schon damit an, dass ich um den großen Schulkomplex wanderte und mich suchend nach dem Eingang umschaute, da brüllte ein Schüler: „Sind Sie nicht Frau Weber? Ich bringe Sie ins Lehrerzimmer.“
Und als die Schüler zur Lesung in die Pausenhalle strömten, stürzten sie sich auf die vordersten Plätze und nicht wie sonst oft, auf die hinterste Reihe. 
Was mich aber besonders freute war die Tatsache, dass einige Schüler sich extra vom Schulpraktikum befreien ließen, um zur Lesung zu kommen.
Danke für diesen netten Vormittag. 

Mittwoch, 23. November 2011

Das erste Mal

Selten ist es Verlagen recht, wenn man über die Entstehung eines neuen Buches in der Öffentlichkeit berichtet. Vielleicht fürchtet man Nachahmer, vielleicht hat man Angst, durch die vorzeitige Besprechung unter Druck zu geraten.

Auch ich habe immer diesen Aberglauben, es bringe Unglück, wenn man von einem Projekt berichtet, das noch als Idee im Kopf herum kreist. Selbst wenn ich schon fast am Ende des Schreibprozesses angekommen bin, erzähle ich höchstens meiner Familie darüber.
Mit meinem neuen Klar-Roman geht es mir anders. Ich bin mir bei diesem Buch so sicher. Und plötzlich kommt mir die Idee, es könnte euch vielleicht interessieren, etwas über die Entstehung des Buches zu erfahren.
„Hättet ihr etwas dagegen, wenn ich in meinem Blog über das Schreiben meines neuen Klar-Romans berichte?“, frage ich darum vorsichtshalber beim Verlag an der Ruhr nach.
Die Antwort kommt recht schnell. Tolle Idee. Kein Problem mit der Veröffentlichung.
Das freut mich total. 

Jetzt kann ich also schon mal berichten, dass ich an einem neuen Klar-Roman sitze. Das Thema lautet „Das erste Mal.“ Das ist aber nur der „Arbeitstitel“. Den eigentlichen Titel überlegen wir immer ganz zum Schluss.
So werde ich jetzt in meinem Blog immer auch mal von dem neuen Buch berichten. Ich werde diese Posts unter dem Label „Der neue Klar-Roman“ zusammen fassen, damit ihr diese Stellen auch wieder findet.
Dann viel Spaß beim Lesen.   

(Foto: Irrgarten, Bad Salzuflen)

Dienstag, 22. November 2011

Traumwelten


Der Schlaf ist mir oft beim Schreiben eine große Hilfe. Meist liege ich noch eine Zeitlang wach und denke an die Geschichte, die ich am nächsten Tag weiter schreiben möchte, strukturiere, führe innere Dialoge mit meinen Personen, schaue ihnen zu. Schließlich schlafe ich ein. Behutsam schleicht sich die Geschichte in meinen Traum.
Nicht, dass ich diesen Traum dann für den Fortlauf der Geschichte verwenden kann - dazu ist er zu diffus, zu ungenau, manchmal auch zu abgedreht. Aber es bleibt diese Stimmung -  das Gefühl, mitten im Geschehen gewesen zu sein.
Schnell an die Arbeit - bevor sie verfliegt. 

(Foto: Bad Arolsen)

Montag, 21. November 2011

Erkältung im Anmarsch


Von wegen alles in Fluss. Mir geht es heute echt bescheiden. Meine Augen tun weh, der Hals ist zu und ich friere. Ich bin müde und wortkarg.
Darum wars das für heute.

(Foto: Bern)

Sonntag, 20. November 2011

Alles in Fluss


Nach einer Auszeit gerät vieles in Fluss, will verändert werden oder braucht eine Weile, bis es wieder in alten Bahnen verläuft. Noch registriere ich verwirrt, dass heute Sonntag ist. Noch schaue ich immer wieder in meinen Terminkalender, um nicht irgendetwas zu verpassen. Plötzlich weiß ich nicht mehr, um wie viel Uhr  ich mich mit meiner Laufgruppe zum Laufen treffe und an welchem Tag mein Portugiesischkurs ist.
Dann gibt es auch noch eine schöne Überraschung. Ich will noch Arbeitsmaterial zu meinem Kinderbuch entwickeln. Darum lese ich den Roman noch einmal ganz in Ruhe. Und plötzlich gefällt er mir richtig gut.  

(Foto: Monbachtal, Bad Liebenzell)

Freitag, 18. November 2011

Leseabschluss in Hesel

So richtig rund und liebenswert ging meine Lesereise heute in Hesel bei Leer zu Ende. In dieser Gemeindebücherei bin ich schon mal im Sommer gewesen. Die Schüler hier sind - dank engagierter Büchereiarbeit - aktive Leser. Alle Schüler kannten die Bücher der Klar-Reihe bereits, viele hatten auch Bücher von mir gelesen. Wie die Schüler dann feststellten, hatten sie sogar in der 6. Klasse mein Buch „Where is Mrs. Parker“ im Englischunterricht durchgenommen. Das war richtig nett.  

 







Beschwingt fuhr ich danach nach Hause zurück.

Besonders begeistert stürmte ich meinen Arbeitsplatz wieder. Dieses schnelle Internet - dieser große Monitor - dieses zarte Klicken der Tastatur… einfach wundervoll.
„Und wenn du noch irgendwelche Bedürfnisse hast, kannst du ja auch mal bei mir vorbei kommen“, brummte mein Mann. 

Unterwegs in Elsfleth

 Es ist eine richtig typische Nichtlesergruppe, die sich morgens in der Aula der Elsflether Bücherei zur Lesung einfindet. Die meisten haben mit Lesen nichts am Hut, aber wo ich schon mal da bin, kann ich ihnen ruhig was vorlesen. Am liebsten über Diebstahl und Drogen.
Ich wähle Texte aus den Reality-Romanen,  und suche Textstellen, in denen erst alles so rosig aussieht und gut ist, dann aber kippt und eine persönliche Wendung verursacht. Die Schüler hören interessiert zu.
Mit den Prospekten vom Verlag bin ich in der Regel knauseriger als mit meinen Autogrammkarten. Ich lasse sie auf dem Stapel vorne auf dem Tisch liegen und biete sie nur interessierten Schülern an. Diesmal aber bestehen viele Schüler darauf, einen Prospekt mitzunehmen. Vielleicht habe ich ja doch den einen oder anderen zum Lesen überredet.
Danach kommt eine 8. Klasse der Realschule, und auch sie sind aufmerksam und interessiert. 
 Nach der Lesung fahre ich weiter nach Leer in Ostfriesland. Hier ringe ich mit mir, ob ich die schöne Altstadt zu besichtigen oder im Hotel bleibe, um zu arbeiten. Es müssen ein paar dingende Schreibaufträge erledigt werden. Schließlich entscheide ich mich für einen schnellen Spaziergang durch die Altstadt. Und jetzt wird gearbeitet!


Mittwoch, 16. November 2011

... weiter in Loxstedt


Heute  fanden drei Lesungen in der Gemeindebücherei in Loxstedt statt. Es waren sehr unterschiedliche Altersgruppen, die sich dort über den Vormittag verteilt einfanden, zunächst die 5. und 6. Klassen, für die ich das Buch „Das Diebesnest“ auswählte. danach kamen die Siebener und Achter und wünschten sich das Chatbuch, und zuletzt las ich für die neunten und zehnten Klassen aus den Büchern „Verletzt“ und „Abgemixt“. 

Bei so einer dichten Folge von Lesungen fängt man irgendwann auch an zu vergleichen - welche Lesung war besser, welche war nicht so gut und woran hat es gelegen. 
Immer wieder muss ich feststellen, dass die Lesungen am schönsten sind und sicherlich auch für die Schüler den größten Gewinn bringen, wenn sie von den Lehrern ein bisschen vorbereitet werden. Dabei ist es gar nicht wichtig, ob die Schüler schon ein Buch von mir gelesen haben, oder nicht, aber es ist einfach schön, wenn sie wissen, wer da vorne steht und warum er gekommen ist. Und noch schöner ist es natürlich, wenn die Schüler sich ein paar Gedanken gemacht haben, was sie über das Schreiben oder Bücher wissen möchten oder welche Themen sie interessieren. 
Nach der Lesung ging es für mich weiter Richtung Bremerhaven - immer noch an der Weser entlang, bis ich in dem kleinen Ort Elsfleth ankam. Hier war ich dann abends auch noch lange zu einem Spaziergang am Weserdeich unterwegs. 

Dienstag, 15. November 2011

Lesung in Munster


Heute hatte ich drei Lesungen in der großen lichtdurchfluteten Stadtbibliothek in Munster.  Zunächst waren drei siebte Klassen der Realschule eingeladen,
danach kamen zwei siebte Klassen und zuletzt zwei Achtklässler der Hauptschule.

Ich stellte allen Schülern kurz den Inhalt verschiedener Romane vor und ließ sie dann entscheiden, aus welchen Büchern ich vorlesen sollte. Diese Entscheidung zu verfolgen ist auch für mich immer interessant.
Eine Gruppe entschied sich für das Chatbuch, zwei Gruppen wollten das Buch „Das ist mein Typ, du Miststück“ hören. Den Achtklässlern las ich außerdem noch aus dem Buch „Abgemixt“ vor.
Dann ging meine Reise weiter nach Loxstedt, etwa 1 ½ Stunden Richtung Norden. Hier beschloss ich, einen Abstecher nach Nordenham zu machen, und mir ein bisschen Nordseeluft (noch nicht ganz - es ist eher die Wesermündung) um die Nase wehen zu lassen. Das war eine gute Entscheidung, obwohl die Luft rau und neblig war. Ein Mann beschrieb mir einen schönen Fußweg von meinem Parkplatz in die Innenstadt, durch einen Park und am Wasser entlang. Gatener Teiche nannten sie sich. Ich landete direkt auf dem Marktplatz in Nordenham, spazierte ein bisschen durch die Innenstadt und folgte dem Schild „Strand“. Das Kreischen der Möwen begleitete mich.
Naja, und dann ging es schnellen Schrittes am Oberlauf der Weser entlang, bis ich müde und durchgefroren war.
Jetzt kann ich bestimmt gut schlafen. 

Montag, 14. November 2011

Lesung in Edemissen

Mein erster Lesetag beginnt in Edemissen an der Mühlenbergschule. Die Schüler sind unheimlich gut vorbereitet. Eine Woche lang haben sie sich mit dem Thema Sucht beschäftigt. Jeder Schüler, der in dieser großen Aula sitzt, hat mindestens ein Buch von mir gelesen, manche sogar mehrere. Freiwillig, wie sie betonen!

Bei so viel Leseerfahrung weiß ich erst gar nicht so recht, was ich lesen soll. Es muss ja auch zum Thema Sucht passen. So entscheide ich mich für die Kurzgeschichte "Die Christuskinder", und lese dann auf Wunsch der Schüler noch die Fortsetzung des Chatromans. 

Dann kommen die älteren Schüler in die Aula. Sie interessieren sich besonders für die Biografien der Jugendlichen, und so lese ich für sie aus den Büchern „Abgestürzt“ und „Abgemixt“.
Zuletzt kommen noch einige Schüler auf mich zu, die Fragen zum Schreiben haben. Einige von ihnen schreiben Gedichte und Geschichten. Natürlich wollen sie auch wissen, wie man einen Verlag findet und wie groß die Chancen sind, seine Geschichte zu veröffentlichen. Aber das ist ja auch für uns Autoren ein schwieriges Thema.

Dann starte ich zu meinem nächsten Lesungsort nach Munster in der Lüneburger Heide. 
Die Strecke führt mich durch kleine hübsche Dörfer und Ortschaften. Die Sonne scheint, und doch sieht die Landschaft verfroren aus.
In Celle mach ich Mittagspause, wandere durch die wunderschöne Fußgängerzone, schaue in die Geschäfte, fotografiere die Fachwerkhäuser. Es ist eigentlich echt ungerecht, dass einige Städte so viele schöne Bauwerke in ihrem Stadtzentrum vorweisen können. Jedes Fachwerkhaus in Celle ist schief und interessant, außerdem gibt es noch ein altes Rathaus, und um es dann auch noch auf die Spitze zu treiben auch noch ein Schloss am Ende der Fußgängerzone.
Nachdem ich mich satt gesehen habe und meine Hände kalt werden vom Fotografieren, fahre ich weiter.
Munster ist die nächste Station meiner Lesereise. Dort werde ich in der Stadtbibliothek lesen.
Die Stadt ist vor allem durch seinen Bundeswehrstandort bekannt. Alle bundeswehrtauglichen Männer im Raume Norddeutschland haben schon mal eine Manöverübung auf dem Truppenübungsplatz hinter sich bringen müssen, und so löst das Wort Munster eher negative Erinnerungen bei ihnen aus. (Damals … als das Tränengas durch meine Schutzbrille drang…) 
Munster ist ein kleiner beschaulicher Ort. Ich finde die Stadtbibliothek sofort und stelle mich hier kurz vor. Es ist erstaunlich - und ein gutes Zeichen - dass ein so kleiner Ort so eine schöne große Bibliothek hat. Ich freue mich auf die Lesung morgen.