Mittwoch, 7. Januar 2015

Warum seid ihr so gemein zu dem?











Wieder ist ein neues Buch von mir in der Reihe KidS erschienen, diesmal zum Thema Mobbing. „Warum seid ihr so gemein zu dem?“ heißt es. Es handelt von Patrick, der neu in die 3. Klasse kommt. Schon auf den ersten Blick kann ihn niemand leiden. Er ist nämlich furchtbar dick.
Hier ein kurzer Überblick über den Inhalt:
Franzi stöhnt, als der Neue in der Klasse ausgerechnet neben ihr landet. Sie und ihre Freunde aus der coolen Sixpack-Bande wollen mit dem dicken Patrick nichts zu tun haben. Sie finden, der müsste eigentlich Fettrick heißen. Doch dann hilft Patrick Franzi aus einer brenzligen Situation und sie freundet sich mit ihm an – aber das gibt richtig Ärger.


Die KidS-Reihe ist eine Lektürenreihe in drei Lesestufen. Auch der Lesebegleiter ist in drei Schwierigkeitsstufen gegliedert. So ist es dem Lehrer möglich, mit einer heterogenen Klasse eine gemeinsame Lektüre zu lesen.


Ich persönlich bin von dieser Lektürenreihe absolut überzeugt. Gerade an den Grundschulen klafft die Lern- und Lesefähigkeit immer weiter auseinander. Lehrer werden oft mit diesem Problem allein  gelassen und müssen schauen, wie sie den Spagat zwischen den unterschiedlichen Begabungen ausgleichen. Diese Lektürenreihe und das dazu gehörige Arbeitsmaterial könnte dabei wirklich eine große Hilfe sein.
Übrigens eignen sich die Bücher auch zum ganz privaten Schmökern. Sie haben ein schönes Format und sind soooo süß gezeichnet!
Weitere Informationen findet ihr hier:


Dienstag, 6. Januar 2015

Spezialwünsche


Er will einkaufen gehen. Holt sich einen Zettel und einen Kuli, schaut mich dann erwartungsvoll an.
„Äpfel“, sage ich.
Er zieht die Augenbrauen hoch. Verzweifelter Blick. Von Äpfeln versteht er nichts. Er hat eine Allergie gegen sie.
„Sie müssen ein bisschen rot und ein bisschen grün sein“, sagte ich. „Auf keinem Fall gelb.“
Er nickt. Immer noch dieser unglückliche Blick.
Aber bei Äpfeln bin ich wählerisch. Schon so oft habe ich welche gekauft, die ich anschließend an die Pferde verfüttern musste.
„Hart müssen sie sich anfühlen. Und eher groß als klein müssen sie sein.“
Er nickt, notiert sich ein paar zusätzliche Informationen.
„Auf keinen Fall Granny Smith“, sagte ich. „Und auch nicht diese Pink. Im Notfall Baeburn. Aber nur, wenn sie grün-rot sind.“
Er erweitert seine Notizen.
„Vielleicht haben sie wieder ein paar alte Sorten“, sage ich. „Goldrenette oder Holsteiner.“
Er nickt angespannt. Der Zettel ist fast voll.
„Im Notfall geht auch ein Boskoop“, sagte ich.
„Okay“, sagt er und dreht den Zettel um. „Was noch?“
„Tempotücher“, sagte ich.
Tempotücher notiert mein Mann auf die neue Seite.
„Irgendwelche Spezialwünsche?“, fragt er.


Samstag, 3. Januar 2015

Ein Sterne-Rezi


Zum ersten Mal habe ich eine 1-Sterne-Rezi bekommen, ausgerechnet für dieses Buch aus der Vorlesereihe für Demenzkranke.


Verwundert lese ich:

Die Geschichten kommen bei den Bewohnern sehr gut an, weil sie realistisch und einfühlsam sind und ein gutes Ende haben. Sie wecken das Interesse der Bewohner und bringen sie zum Lachen. Es wäre schön, wenn es weitere Bände mit neuen Geschichten geben könnte. Wegen der großen Schriftgröße konnte ich es auch Bewohnern (Diagnose demenz) leihweise zur verfügung stellen und zum selber Lesen animieren.
Danke LG (Name)
Betreuungskraft nach § 87 b

Über so eine nette Rezi kann man sich echt freuen. Man liest ja oft eine gute und eine schlechte Kritik, bevor mal das Buch kauft. Das wäre dann in meinem Fall die Werbung schlechthin.

Danke für die freundliche Kritikerin, die mir auf alle Fälle etwas Liebes sagen wollte.

Donnerstag, 1. Januar 2015

2014 – so war es!


2014 – wie war es? Das fragten wir uns gestern Abend immer mal wieder.  Es gab viele schöne und auch schwierige Momente.
Allein die Familie hält uns immer wieder neu auf Trapp und beschert uns aufregende Momente: Eine Taufe, eine Hochzeit, ein Auszug, die Tatsache, dass wir nun nur noch zu zweit sind und uns so richtig kreativ im Haus ausgebreitet haben, viele Begegnungen mit den Kindern, Schwiegerkindern und Enkeln, außerdem natürlich auch mit den Eltern. 
Das Jahr 2014 war für mich auch ein totales Schreibjahr. Ich hatte viele interessante Schreibanfragen. Allein diese Buchauslese ist im Jahr 2014 entstanden. Geschrieben habe ich noch mehr Bücher – gleich in den Anfängen 2015 werden sie erscheinen.


Auch gab es schöne Lesungen und Lesereisen, auf denen ich interessante Begegnungen hatte. In spannender Erinnerung ist mir auch die Tagung des Friedrich-Bödecker-Kreises, auf der ich viele neue Kollegen kennen gelernt und alte Kollegen wieder getroffen habe. Dass ich zu dieser Tagung jetzt regelmäßig kommen werde, habe ich mir fest vorgenommen.   

Und doch waren gerade im vergangenen Jahr viele Ermüdungserscheinungen zu spüren. Allein die Schmerzen im Knie und die damit verbundenen Unbeweglichkeit nahm viel Kraft und verhinderte sogar eine schöne Reise in den Sommerferien.
Aber auch das gehört zum Jahr. Schließlich ist es lang, und da kann es nicht nur in freudigen Wellenbewegungen aufwärts gehen. 

Ein paar Entscheidungen standen an, die eine oder andere Sache nicht mehr weiter zu machen, weil sie mich zu viel Kraft kostete. So beendete ich für`s erste die Mitgliedschaft in meinem deutsch-türkischen Chor, was mich immer ein bisschen traurig macht. Doch die Proben und die vielen Aufführungen konnte ich bei meinem Zeitplan einfach nicht leisten. Auch brach ich meine Biografiearbeitsausbildung vorzeitig ab. Sie entwickelte sich einfach anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Und zuletzt hängte ich mit meinen Knieproblemen auch noch das morgendliche Laufen an den Nagel. Nach der geglückten OP könnte damit längst wieder anfangen, doch ich habe es bis jetzt nicht getan. Vielleicht lockt mich aber die Frühjahrssonne mit neuer Kraft an den See zurück. 

Zu den Abschieden gehört auch der Tod meiner Freundin Heidi, an die ich oft denke, und die ich immer für ihren bewussten Abschied bewundern werde. Ihren Stein trage ich immer noch in meiner Lieblingsjacke, ein weiterer liegt auf meinem Schreibtisch. 

Aber auch Neuanfänge gab es. Ich schaffte endlich, die Spinningkurse in der Mukkibude durchzuhalten und gehöre nun zu den Spinnern unter den Sportlern. Auch das Singen habe ich mir erhalten. Bei der Gruppe zum Singen aus der Stille kann ich kommen, wenn ich Zeit habe und einfach nur mitsingen, ohne einen Auftrittsstress im Hinterkopf haben zu müssen. Die Abende bewegen mich oft sehr und bringen mich dazu, die Lieder tagelang vor mich hin zu singen.

Im neuen Jahr stehen noch ein paar sehr spannende Dinge an, die ich aber noch nicht erzählen mag – aber auf die ich mich schon sehr sehr freue!

So wird auch das Jahr 2015 ein bewegtes Jahr werden – hoffentlich ein gut bewegtes! 

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Weihnachtspäckchen – die Auflösung



„Was war denn eigentlich in diesem riesigen Paket von dem Verlag?“, fragt mich Birte, während wir tapfer im Spinningkurs vor uns hin schwitzen.
Himmel! Beinahe hätte ich euch die Auflösung vorenthalten.
Und einen großen Teil kann ich euch auch gar nicht mehr zeigen. Es ist nämlich schon *aufgefuttert und lagert nun polsternd auf meinen Hüften.
Aber was geblieben ist, präsentiere ich euch nun.
Tätätätä:


Drei Weihnachtselche (mit Tannengrün und Äpfeln, die schon weiter verwertet wurden)


Außerdem jede Menge Kekse und Lebkuchen.
Da ich mir mit dem Krümelmonster aus der Sesamstraße die Leidenschaft für Kekse teile, sind all die Vanillekipferl, Zimtsterne, Duplosteine und Baumspitzen schon (siehe *)

Ein Grund für einen weiteren Spinningkurs. 

Samstag, 20. Dezember 2014

Schöne Weihnachten


Nun wird es für mich Zeit, mich auf Weihnachten zu besinnen. Ich melde mich im neuen Jahr wieder – versprochen!

Bis dahin wünsche ich euch wunderschöne Weihnachten und ein aufregendes, ruhiges, besinnliches, spannendes, friedliches, turbulentes neues Jahr. 

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Verlagsgeschenke zu Weihnachten


Vor langer langer Zeit, als die Dinosaurier noch lebten, und die Menschen noch überall Fell hatten und auf den Bäumen saßen, gab es zu Weihnachten Geschenke von Verlagen für Autoren. Aber das ist längst Schnee von gestern. Sie sind, wie so vieles, den allgemeinen Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen. Oft aber gibt es heute noch nette Karten oder Mails von den Verlagen, eine liebe Geste, ein kleiner Gruß, dass man aneinander denkt und die Zusammenarbeit geschätzt hat.  
Allen Sparmaßnahmen zum Trotz gibt es einen Verlag, der Jahr für Jahr in Sachen Weihnachtsgeschenke den Vogel abschießt. Es ist die Edition XXL. Statt ihre Geschenke jedes Jahr zu Weihnachten kleiner werden zu lassen, werden sie immer und immer größer. Diesmal sahen sie so aus! (siehe Foto) Da steht man dann einigermaßen fassungslos vor dem Postboten.
Wollt ihr wissen, was drin ist? Ich auch. Aber ich mache es natürlich erst am 24. auf.
Bis dahin winke ich schon mal zum Weihnachtsmann nach Fränkisch Crumbach und sage herzliches Dankeschön!


Dienstag, 16. Dezember 2014

Der Cybermobbing-Albtraum


Nun darf ich darüber reden… über diese neue Theaterreihe beim Verlag an der Ruhr, die im Januar starten wird, und die mich total begeistert. Hier ergeben sich für Sekundarstufenschüler die Möglichkeiten, mit einfachen Texten, möglichst vielen Rollen und ohne besondere Bühnengestaltung aktuelle Theaterstücke einzuüben und zur Aufführung zu bringen.
Das Stück „Der Cybermobbing-Albtraum“ macht den Anfang.
Hier etwas über den Inhalt:
Ranyas Leben scheint perfekt: Die Gesamtschülerin hat viele Freundinnen und ist mit dem umschwärmten neuen Mitschüler Robin zusammen. Aus heiterem Himmel beginnt dann jedoch gezieltes Cybermobbing gegen sie – auf Websites im Internet, beim Chatten und Posten in den sozialen Netzwerken und auch via Handy. Gefälschte Facebook-Seiten, auf denen Robin vermeintlich über sie herzieht, beleidigende SMS und WhatsApp-Nachrichten und fiese Tuscheleien hinter ihrem Rücken machen Ranya von der beliebten Schülerin zur Außenseiterin und zum ohnmächtigen Mobbingopfer. Als ihr das Mobbing immer mehr zusetzt und sie immer trauriger und aggressiver wird, ziehen sich ihre Freundinnen zurück – und auch die Beziehung zu Robin zerbricht. Zusammen mit ihrem Mitschüler Kilian, der heimlich in sie verliebt ist, stellt Ranya dem anonymen Mobber schließlich eine Falle. Es stellt sich heraus: Der Täter wurde gegen Ranya aufgehetzt – und die Beweggründe sind noch unglaublicher, als Ranya je gedacht hätte.

Übrigens war es für mich nicht so einfach, dieses Stück zu schreiben. Bei einem Theaterstück muss man die Handlung auf wenige Orte begrenzen, man ist gezwungen, alles in Dialoge zu fassen, und doch soll etwas Spannendes auf der Bühne passieren.
Beinahe wäre mir nichts dazu eingefallen.
„Ich glaube, dieses Mal muss ich passen“, sagte ich meinem Mann beim Abendessen. „Mir fällt überhaupt nichts ein.“
„Das verstehe ich nicht“, sagte mein Mann. „Du muss es doch nur in einem Internetcafé spielen lassen.“

Das war der Denkanstoß! 

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Steuerverschwendung


Ich wohne in einer Sackgasse. Wenn`s hoch kommt, stehen hier 25 Häuser. Geht man mal davon aus, dass in jedem Haus ca. 4 Personen wohnen (und das ist hoch geschätzt), kommt diese Straße auf 100 Bewohner. Sie gehört also nicht gerade zu den belasteten Straßen in unserer Stadt! Umso verwunderter waren wir, als wir plötzlich einen Zählerkasten an einem Straßenschild wahrnahmen, der die Vorbeifahrenden zählte und die Geschwindigkeit ermittelte. Er stand nicht, was bei aller Sinnlosigkeit noch einigermaßen sinnvoll gewesen wäre, am Anfang der Straße, sondern erst in der Mitte, zählte also nur die letzten  10 Häuser. Jeder Nachbar fragte den anderen nach dem Sinn des Zählers. Er erschloss sich uns nicht. Dafür aber inspirierte er uns zu einigen kreativen Ideen, und wir planten begeistert eine Autorallye oder eine ein Slalomrennen um die Verkehrsinseln herum.
Einige übten schon die ersten lässigen Fahrmanöver.
Am darauffolgenden Wochenende verschwand der Zähler, und jetzt prangte dieses Straßenschild am Wegrand: „Achtung. Sie fahren … km/h.“ 
Was für eine Provokation! In unserer Straße ist es unmöglich, schneller als 15 zu fahren, ohne einen Mülleimer, einen Baum, eine Verkehrsinsel oder ein parkendes Auto mitzunehmen. Ganz abgesehen von den Spaziergängern. Wer hat sich also diese Erziehungsmaßnahme ausgedacht? Gibt es tatsächlich einen Autofahrer, der hier rast? Und wenn ja, könnte man ihm nicht einfach persönlich sagen, dass er langsamer fahren soll? Es hat doch bestimmt zwei Stunden Arbeitszeit von zwei starken städtischen Arbeitern gefordert, dieses Schild aufzustellen. Und es muss ja auch noch ausgelesen und wieder abgeholt werden. Ganz abgesehen davon, dass es an viele Stellen in unserer Stadt wirklich sinnvoll wäre.

„Sie fahren 15 km/h“, zeigte mir das Schild vorhin an, als ich mit dem Fahrrad vorbei düste. Und ich kann klar sagen: Da geht noch was!  

Montag, 8. Dezember 2014

Ich in Äktschen


Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Blogbeitrag über die bilinguale Lesung mit meiner Nichte Mona an der Thomas-Mann-Schule in Northeim. Jetzt kriegte ich den Hinweis, dass die Schule einen kleinen Film über die Lesung bei Facebook gepostet hat. Ich war echt begeistert, dass sich jemand so viel Arbeit macht. Danke an den Lehrer Oliver Brunotte, der den Film hier zum Herunterladen bereitgestellt hat. 
Witzig, Mona und mich in Aktion zu sehen. Und süß, dass Schüler immer so konzentriert-misstrauisch-grimmig gucken.