Montag, 18. Dezember 2017

Mr. Robot


Sohn Nils und seine Frau haben Familienzuwachs gekommen. Stolz präsentieren sie ihren Staubsaugerroboter, den sie liebevoll „Robbi“ genannt haben. Robbi ist weiß und rund, mit Bürsten um den Körper verteilt, die den Schmutz auch aus den Ecken wedeln, während er sich in kreisenden Bewegungen brummend durch die Wohnung bewegt. Wollmäuse, Krümel, Staub … er hat alles im Blick seiner 360 Grad Kamera. Und er klagt nicht.
Während er kabellos durch die Wohnung tanzt, meldet er eifrig den Weg, den er zurücklegt auf die App eines Smartphones. So kann Nils seine Aktionen auch vom Arbeitsplatz verfolgen, oder, wie diesmal vom Adventskaffee bei uns.
Plötzlich ein klagendes Signal. Mr. Robot hat sich an der Teppichkante des Flurteppichs festgefahren. Der dort liegende Langflorteppich ist ihm zu hoch. Nils startet Robbi aus der Ferne neu, aber es gelingt ihm nicht, ihn zu befreien. Ein weiterer Neustart, dann noch einer. Mr. Robot gibt verzweifelte Töne von sich. Schließlich wird die Aktion aufgegeben und ihm der Saft abgedreht, bevor er noch weitere wilde Aktionen startet.
„Den Teppich im Flur saugen wir meistens mit dem normalen Staubsauer“, sagt Nils. „Aber sonst macht er wirklich eine gute Arbeit.“
Okayyyy.

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