Freitag, 29. April 2016

Lesung in Düren


Es ist die erste Lesung nach dieser langen, krankheitsbedingten Pause, und ich habe mir vorgenommen, es langsam angehen zu lassen. Die Fahrt ist weit und verkehrsmäßig nicht ohne. Die A 1 entlang, an Köln und Wuppertal vorbei bedeutet immer Stau, erst recht jetzt, wo der öffentliche Nahverkehr bestreikt wird. Ich beschließe, schon einen Tag vorher zu fahren und suche mir in einem kleinen Eifeldörfchen ein Hotel. Von da aus liegt die Schule fast um die Ecke.

Die Hauptschule Gürzenich soll im Sommer geschlossen werden. Man spürt es, als man die Schule betritt. Der untere Flur ist schon leer, im oberen aber wird es lebendiger.
Die wenigen Lehrer, die noch tapfer durchhalten, sind auf meinen Besuch vorbereitet. Es ist Zeit für einen Kaffee und nette Gespräche.
Dann warten die beiden Neuner-Klassen auf mich. Sie haben schon mehrere Bücher von mir gelesen. In diesem Schuljahr haben sie sich mit Buch „Keine Chance, wer geht denn schon mit Türken“, beschäftigt, und weil das Buch nur noch online auf dem Markt ist, hat der Lehrer es für alle Schüler kopiert.
Wir beginnen mit einer langen Fragerunde, die fast eine Stunde dauert. Die Schüler sind konzentriert und aufmerksam, auch bei der nachfolgenden Lesung. Es ist richtig richtig entspannend und nett.
Zuletzt bekomme ich noch einen weißen Lavendel geschenkt – er begleitet mich auf der gesamten Rückfahrt mit seinem Duft.
Herzlichen Dank an Herrn Erken für die liebe Einladung. 


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