Dienstag, 29. Januar 2019

Die Schreibwelt



Um es gleich vorweg zu sagen: Kinder- und Jugendbuchautor zu sein, ist der wundervollste Beruf der Welt. Und er ist nicht nur der schönste Beruf, er ist auch der wichtigste. Kinder und Jugendlichen davon zu überzeugen, wie spannend das Lesen sein kann, wie Bücher einen an Orte tragen, an denen man nie war und nie sein wird, wie man die Möglichkeit hat, in eine andere Person zu schlüpfen, wie man in andere Zeiten und in andere Welten abtauchen kann … naja, jeder, der gerne liest, weiß wovon ich rede, und jeder der es nicht tut, hat einfach weniger Lebenskraft.
Aber leider hat der schönste Beruf der Welt auch eine traurige andere Seite: Die Einsamkeit. Man sitzt allein vor der Tastatur, wenn plötzlich die Absage eines Verlages für ein Herzensprojekt eintrudelt. Man ist allein, wenn das Paket mit den Belegexemplaren eintrudelt und findet niemanden zum Mitfreuen. Man hängt mit Entscheidungen allein da, man hat Schreibkrisen, man weiß nicht, ob der Vertrag was taugt, man hat Stress auf Lesungen…
Natürlich gibt es für solche Fälle auch die Familie oder Freunde, aber niemand kennt sich in diesen Dingen so gut aus wie Kollegen!
Ich habe gegen diesen Frust ein tolles Forum: „Die Schreibwelt“! Es ist ein Forum für Kinder- und Jugendbuchautoren. Dieses Forum ist eine geschlossene Gruppe, die für professionelle Autoren gedacht ist. Sie wird von einer kleinen Gruppe moderiert, und über dieses Gremium ist es auch möglich, sich um eine Aufnahme zu bewerben.
Da es sich um ein geschlossenes Forum handelt, ist der Raum, sich hier auszutauschen, geschützt, und das macht die Posts und die Antworten lebendig und empathisch. Mal tauscht man sich auf dem Jammersofa aus, mal hat man Erfolgsmeldungen zu verkünden, mal braucht man einen Rat – alles hat seinen Platz.
Ich bin schon viele Jahre in diesem Forum, und ich genieße es, hier immer mal wieder vorbeizuschauen, mich auszutauschen oder einfach nur mitzulesen. Und wenn ich in eine Buchhandlung gehe, sehe ich so viele tolle Bücher von den Schreibweltlern dort liegen, dass ich immer ganz stolz bin, sie alle zwar nicht persönlich, aber doch virtuell-persönlich zu kennen.  


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