Sonntag, 14. April 2019

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?



Nach wie vor erreichen mich viele Schülerbriefe, und seit ich auch für die Grundschule schreibe, haben sich die Briefe auch zugunsten von schönen Bildern und Tonpapierbasteleien verändert. Hier mal einen Blick auf hübsche Bilder zu dem Buch "Das Gespenst am Kleiderhaken" der Grundschule Neunkirchen im Saarland.
Die Fragen allerdings ähneln sich, egal ob Kinder oder Jugendliche die Briefe schreiben. Eine Frage, die sehr oft gestellt wird, lautet: Wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen?
Nicht immer kann ich genau sagen, wie ich auf das eine oder andere Thema gekommen bin. Mal habe ich es mir aufwändiger erarbeitet, mal bin ich darüber gestolpert. In dem Fall des Gespenstes am Kleiderhaken kann ich allerdings sagen: Das habe ich erlebt. Jetzt fahrt ihr euch wahrscheinlich abwinkend über die Augen und denkt: Oh Mann, nun ist es soweit. Im Alter wird man schon ein wenig wunderlich, und die realen und fantastischen Erlebnisse gleiten unscharf ineinander über.
Darum ist es mir wichtig, dass ich das genauer erkläre:
In meinem Berufsleben als Lehrerin war ich an einer Schule tätig, die in einem älteren Gebäude untergebracht war. Sie hatte durch viele An- und Umbauten einige dunkle Ecken und vor allem einen düsteren Dachboden. Hier waren alte Schulmöbel untergestellt, alte Dachpfannen lagerten hier, und hin und wieder stieß man sogar auf alte Schulhefte. Auf diesem Dachboden gab es auch einen alten Kleiderschrank, ganz klassisch mit einer knarzenden Tür, in dem Verkleidungsstücke untergebracht waren, die man zu Schultheaterzwecken benötigte. Zugegeben, ein Gespensterkostüm war nicht dabei, aber es hätte gut dazwischen hängen können.
Wenn ich mit meinen Schülern in der 3. Klasse Gruselgeschichten schrieb, hockten wir oft auf diesem Boden und fingen die Stimmung ein. Das muss wohl auch auf mich übergeschwappt sein.

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