Ich wohne in Bad
Lippspringe in der Nähe eines Sees. Hier gibt es einige Schwäne und vor allem
viele Enten, hin und wieder steht auch mal ein Fischreiher am Ufer. Die
Anwohner nehmen in der Regel Anteil am Leben der Tiere – es sind gute Nachbarn,
die man kennt und deren Leben man im Blick hat. Wenn die Schwäne brüten, wird
es interessiert zur Kenntnis genommen, und an dem Tag, an dem die
Schwanenmutter ihren ersten Ausflug mit ihrer Kindeschar macht, wird ihr
freundlich zugegrüßt und gratuliert.
Nun aber ereignete sich
am See eine ganz besondere Liebesbeziehung. Ein Kanadagans-Männchen verliebte
sich in eine Schwänin und umgekehrt. Die beiden drehen seitdem gemeinsam ihre
Kreise über den See und sind auch an Land ständig gemeinsam anzufinden. Dass
sich Schwäne in Tretboote verlieben können, ist ja bereits durch alle Medien
gegangen. Diese Gans-Schwan-Beziehung ist zwar nicht ganz so spektakulär, aber
nicht weniger liebenswert, zeigt es doch, wie aufgeschlossen und tolerant sogar
die Tiere in Lippspringe sind.
Die Fotos hat meine Nachbarin
und Freundin Ute Bergmann gemacht. Danke dafür!








